Während er zunächst angekündigt hatte, nur im ersten Wahlgang anzutreten, schließt er nun auch eine Kandidatur im zweiten oder dritten Durchgang nicht mehr aus. Hintergrund ist die Entscheidung der CDU, bei der Wahl den Plenarsaal zu verlassen. Das BSW will sich enthalten.
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Siegmund erklärte, dass die neue Situation eine Neubewertung erforderlich machen könnte. Ob er selbst erneut kandidiere oder ein anderer Bewerber antrete, sei noch offen. Seine Glaubwürdigkeit dürfe darunter jedoch nicht leiden.
Für die AfD ist vor allem der dritte Wahlgang von Bedeutung: Scheitern die ersten beiden Abstimmungen, kommt es zu einer weiteren Wahl. Dann genügt die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Enthaltungen könnten Siegmund somit den Weg ins Amt erleichtern. Allerdings wäre eine solche Regierung ohne verlässliche Mehrheit im Landtag mit Schwierigkeiten konfrontiert, da andere Fraktionen wichtige Vorhaben blockieren könnten.
Unterdessen kündigte CDU-Fraktionschef Sven Schulze an, künftig auch AfD-Anträgen zustimmen zu wollen, wenn diese dem Land nützen. Zugleich betonte er, dass die CDU nicht als Mehrheitsbeschafferin der AfD zur Verfügung stehe.