"Es reicht"
Polen rüsten gegen Putin auf
In der vergangenen Woche hatte Polens Ministerpräsident Donald Tusk vor "hybriden" Bedrohungen wie Drohnen- und Raketenangriffen gewarnt. Während andere EU-Staaten noch diskutieren, setzt Polen auf eine klare Abschreckungsstrategie gegen Russland. Das Land investiert Milliarden in die eigene Armee, kauft neue Waffensysteme und wählt eine offensive Sprache in Richtung Kreml. Die Botschaft ist eindeutig: Wer angreift, zahlt einen hohen Preis.
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Wie diese Sprache aussieht, demonstrierte Polens Außenminister Radosław Sikorski vor den Vereinten Nationen. Er forderte ein Ende des Angriffskriegs und wandte sich direkt an den russischen Außenminister Sergej Lawrow, der den Saal zu diesem Zeitpunkt zwar schon verlassen hatte: "Hört auf, Russlands Zukunft zu zerstören. Sergej, ich weiß, dass du zuhörst. Sag deinem Chef, es reicht." Sikorski betonte, dass der russische Präsident seit über zwölf Jahren versuche, den Donbas zu erobern, und seit mehr als vier Jahren Kiew – ohne dass er etwas erreicht habe. Mit Verweis auf die höhere Wirtschaftsleistung Polens, Europas und der Nato fügte er hinzu: "Ihr könnt noch viele Menschen töten, aber ihr könnt nicht gewinnen."