Präsident besorgt

Polen rüstet sich für russische Angriffe

© APA/ROLAND SCHLAGER
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk rechnet für die kommenden Wochen mit stärkeren russischen Angriffen auf die Ukraine wie auf ihre Unterstützer.
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Nach Einschätzung von Geheimdiensten könnte es zu scheinbar versehentlichen Attacken mit Drohnen und Raketen auf die Länder kommen, die der Ukraine Beistand leisten - darunter Polen. Das sagte Tusk am Donnerstag im polnischen Parlament in Warschau, wie die Nachrichtenagentur PAP meldete.

Allen Quellen zufolge sei für Spätherbst und Winter "der kritischste Moment im bisherigen russisch-ukrainischen Krieg" zu erwarten, sagte Tusk. Am Vormittag hatten russische Drohnen in der Nähe des ukrainischen Grenzübergangs Jahodyn nach Polen angegriffen. Dies löste Luftalarm auch auf polnischer Seite aus; Kampfjets stiegen auf.

Für Freitag kündigte Tusk einen Besuch in der Ukraine an, um mit Präsident Wolodymyr Selenskyj zu sprechen. Dabei solle es vor allem um die von russischen Angriffen bedrohte Energieversorgung der Ukraine gehen. Auch der slowakische Ministerpräsident Robert Fico wird nach Angaben aus Bratislava in die Ukraine reisen.

EU zahlt Ukraine 3,3 Mrd Euro für Raketen und Drohnen

Die EU zahlt der Ukraine 3,3 Milliarden Euro für die Beschaffung von Raketen und Drohnen. Das teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einem Telefonat mit Selenskyj auf der Plattform X mit. Das Geld soll am morgigen Freitag überwiesen werden.