Waldviertel

Pollmann-Pleite um fast 100 Millionen Euro

© APA/Hartwig Zögl
Gläubiger melden Forderungen von 93,9 Millionen Euro an. Der Betrieb läuft vorerst weiter, doch ohne Investor wird es eng.
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Bei den drei insolventen Gesellschaften der Autozulieferer-Gruppe Pollmann mit Sitz in Karlstein an der Thaya türmen sich die Schulden. Am Mittwoch fanden am Landesgericht Krems die Prüfungstagsatzungen statt, die Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung laufen seit 1. September.

Die Pollmann Austria GmbH meldete 34,7 Millionen Euro an, 19,27 Millionen wurden anerkannt (508 Gläubiger, davon 340 Beschäftigte). Bei der Pollmann International GmbH sind es 51,5 Millionen angemeldet und 49,75 Millionen anerkannt (172 Gläubiger, davon 100 Beschäftigte). Die Pollmann Werkzeugbau GmbH kommt auf 7,7 Millionen angemeldet und 1,43 Millionen anerkannt (78 Gläubiger, davon 58 Beschäftigte).

Betrieb läuft weiter

Die gute Nachricht: Alle drei Unternehmen laufen seit der Insolvenzeröffnung positiv. Laut KSV1870 ist der Fortbetrieb mit Unterstützung der Kunden auch für die nächsten Wochen gesichert.

Die Quoten von jeweils 20 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren, lassen sich bei dieser Schuldenhöhe aber nur mit einem Investor finanzieren. Die Gespräche sind noch nicht abgeschlossen, deshalb wurden die Sanierungsplantagsatzungen vom 25. November auf den 20. Jänner 2027 verschoben.