Keine Lizenz?

Putin liefert peinliche Computer-Panne

© APA/AFP/POOL/VYACHESLAV PROKOFYE
Russlands Präsident Wladimir Putin (73) wollte seiner Bevölkerung eigentlich zeigen, wie sie online bei den Parlamentswahlen ihre Stimme abgeben können. Jedoch bemerkten einige, dass Windows bei ihm nicht aktiviert war.
Zur Vollversion des Artikels

Vom 18. bis zum 20. September konnte die russische Bevölkerung ihre Stimme bei den Parlamentswahlen abgeben. Die Russen konnten auch online wählen, wie Präsident Wladimir Putin in einem Video präsentierte. Dabei bemerkten einige ein interessantes Detail auf dem PC des Kreml-Bosses.

Laut dem Online-Nachrichtenportal "Visegrád24" hat der Kreml das Video selbst gepostet. Dabei kann auf dem PC eine Aufforderung zur Windows-Aktivierung gesehen werden. Gewöhnlich blendet Microsoft die Benachrichtigung ein, wenn das System ohne gültigen Produktschlüssel aktiviert wurde. Ob es sich dabei um eine illegale Windows-Version handelt, kann anhand des Videos nicht erkannt werden.

Video sorgt für Spott

Trotzdem sorgt dies für viel Spott. Der russische Präsident gibt seine Stimme zur Parlamentswahl von einem Computer ab, dessen Betriebssystem offenbar nicht ordnungsgemäß aktiviert ist.

Zudem kommt der Bildschirm vom US-Hersteller Dell. Eigentlich hat das Unternehmen schon 2022 seine Geschäfte in Russland eingestellt und sich von dem Markt verabschiedet. Zudem sollen russische Behörden und Staatsbedienstete vor allem auf heimische Technik setzen. Warum ausgerechnet Putin ein amerikanisches Gerät verwendet, ist unbekannt. Möglicherweise handelt es sich dabei um Altbestände.

Putins PC-Fähigkeiten werden ebenfalls hervorgehoben. Der Kreml-Boss wirkt im Video ungewohnt vorsichtig, bewegt die Maus sehr langsam und betrachtet lange den Bildschirm. Nachdem er seine Stimme abgesendet hat, bedankt sich Putin beim PC. In den sozialen Netzwerken bezweifeln einige Kritiker, dass Putin hier eine echte Online-Stimme abgegeben hat. Auch das lässt sich nicht klar beweisen.