Meereswalnuss

Rätselhafte Quallen-Art in Kroatien entdeckt

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An den sommerlichen Küsten der Adria sorgt derzeit ein faszinierendes Lebewesen für Aufsehen. Die sogenannte Meereswalnuss breitet sich immer weiter aus und wirft bei Experten viele Fragen auf.
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An den Küsten der Adria begegnen Badegäste und Schnorchler derzeit immer öfter der Meereswalnuss (Mnemiopsis leidyi). Obwohl die transparente Kreatur auf den ersten Blick an eine Meduse erinnert, handelt es sich um eine Rippenqualle. Für Menschen besteht jedoch keine Gefahr: Die Tiere besitzen keine brennenden Nesselzellen und verursachen somit keine schmerzhaften Verbrennungen.

Völlig harmlos für Menschen

Der gallertartige Körper der Meereswalnuss ist ei- bis walnussförmig. Ausgewachsen erreicht die Art meist eine Länge von 7 bis 12 Zentimetern sowie einen Durchmesser von rund 2,5 Zentimetern. Im Dunkeln oder bei Sonneneinstrahlung zeigt sich entlang der Wimpernreihen ein schillerndes Lichtspiel. Ursprünglich aus Amerika stammend, gelangte das Lebewesen vermutlich über das Ballastwasser von Frachtschiffen in europäische Gewässer.

Rationale Vermehrung ohne Fressfeinde

In den heimischen Breiten besitzt der Organismus kaum natürliche Fressfeinde. Da die Meereswalnuss als Zwitter extrem viele Eier produzieren kann, profitiert sie massiv von wärmeren Wassertemperaturen und veränderten Umweltbedingungen. Bereits im Schwarzen Meer richtete die Art in der Vergangenheit große ökologische und wirtschaftliche Schäden an, da sie dort massenhaft Zooplankton und Fischlarven verzehrte.

Genaue Beobachtung der Adria

Meeresbiologen und Umweltschützer beobachten die Ausbreitung in der Adria genau, um mögliche Folgen für das lokale Ökosystem und die Fischbestände einzuschätzen. Für Urlauber bleibt das Zusammentreffen im flachen Wasser ein rein optisches Naturphänomen. Das häufige Auftreten macht jedoch deutlich, wie empfindlich maritime Systeme auf globale Veränderungen reagieren.