Großrazzia
Riesen Handy-Betrug: 2 Festnahmen in Österreich
Eine europaweite Großrazzia richtet sich gegen einen mutmaßlichen Betrug mit gebrauchten Mobiltelefonen. Nach Angaben der Europäischen Staatsanwaltschaft (EUStA) sollen mehr als eine Million Geräte seit 2018 aus gebrauchten Bauteilen zusammengesetzt, neu verpackt und anschließend als fabrikneue Handys verkauft worden sein. Der Schaden für Verbraucher wird auf mindestens 300 Millionen Euro geschätzt.
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Insgesamt finden rund 160 Durchsuchungen in 19 Ländern statt, darunter auch Österreich. Die Geräte sollen zunächst in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten aus gebrauchten Komponenten zusammengebaut worden sein. Über die Niederlande gelangten sie anschließend in Lager nach Deutschland und von dort auf Online-Marktplätze in der gesamten EU.
Zwei Festnahmen in Österreich
Betroffen sein soll laut EUStA einer der größten Online-Händler für Mobiltelefone. Die Ermittlungen erstrecken sich zudem auf einen möglichen Mehrwertsteuerbetrug. Über Firmen in mehreren EU-Staaten und der Schweiz soll eine Regelung für gebrauchte Waren missbräuchlich genutzt worden sein. Der dadurch entstandene Steuerausfall wird auf rund 30 Millionen Euro geschätzt, davon etwa 25 Millionen in Deutschland.
An der Razzia sind rund 1770 Ermittler beteiligt. Sieben Verdächtige wurden bereits festgenommen, darunter zwei Personen in Österreich. Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche Beweismittel sichergestellt. In einem Lager im deutschen Krefeld sollen sich zudem bis zu 15.000 Handys befunden haben.
Ermittelt wird unter anderem wegen Betrugs, Steuerdelikten, Schmuggels, Markenrechtsverletzungen und des Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung.