Unglaubliche Reise

Robbe schwimmt 200 Kilometer zurück zum Menschen

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Die zweijährige Nana wurde in China bereits mehrfach freigelassen. Doch statt sich einer wilden Robbenkolonie anzuschließen, machte sie sich erneut auf den Weg zurück zu einer bewohnten Insel – und schwamm dafür rund 200 Kilometer.
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Nana wurde am 7. September 2026 ins Meer entlassen. Sechs Tage später war sie wieder an ihrem vertrauten Küstenabschnitt auf der chinesischen Insel Dachangshan angekommen.

Dass die Robbe tatsächlich diese Strecke zurückgelegt hatte, zeigen die Daten eines GPS-Senders. Die Reise wurde laut "South China Morning Post" unter Berufung auf die chinesische "Science Education Times" dokumentiert.

Für Nana war es allerdings nicht die erste Rückkehr.

Robbe kehrt immer wieder zu Menschen zurück

Bereits im April war die Robbe gemeinsam mit vier Artgenossen nahe der rund 110 Kilometer entfernten Insel Sanshan freigelassen worden. Während die anderen Tiere sich einer wilden Robbenpopulation anschlossen, suchte Nana erneut die Nähe von Menschen.

Ursprünglich war die Robbe im Jahr 2024 verletzt gerettet worden. Anschließend wurde sie von Menschen aufgezogen. Meeresforscher Wang Xin vermutet darin den Grund für ihr ungewöhnliches Verhalten.

Nana verbindet Menschen mit Sicherheit

Laut "South China Morning Post" erklärte Wang, Nana sei über längere Zeit von Menschen aufgezogen worden und habe deshalb eine besondere Verbindung zwischen Menschen und Sicherheit entwickelt.

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Dadurch sei sie in der Nähe menschlicher Aktivitäten weniger vorsichtig und habe eine Bindung zu Menschen aufgebaut.

In einem in sozialen Medien verbreiteten Video heißt es nun, die örtlichen Behörden wollten für Nana sogar einen eigenen Bereich einrichten. Dort soll sie sich in der Nähe von Menschen frei bewegen können.

So verhalten Sie sich bei Robben am Strand

Dass Robben die Nähe von Menschen suchen, bedeutet allerdings nicht, dass sie angefasst oder gefüttert werden sollten. Das Deutsche Meeresmuseum empfiehlt bei Begegnungen mit den Tieren einen Abstand von mindestens 100 Metern.

Außerdem sollte niemals der Fluchtweg ins Wasser versperrt werden. Robben dürfen weder berührt, gefüttert noch beworfen werden, Hunde sollten angeleint bleiben. Besonders wichtig: Niemals zwischen eine Mutter und ihr Jungtier stellen.

Eine Störung kann laut Deutschem Meeresmuseum im schlimmsten Fall dazu führen, dass ein Muttertier nicht mehr zu seinem Jungtier zurückkehrt – mit möglicherweise fatalen Folgen.