Zu hohe Kosten

Knalleffekt: Ryanair streicht Österreich-Flüge

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Billigairline erneuert Kritik an "zu hoher" Flugabgabe
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Die ohnedies mit starkem Rückgang der Passagierzahlen kämpfenden Flughäfen in Linz und Klagenfurt müssen einen weiteren Rückschlag verdauen. Die irische Billigairline Ryanair stellt mit dem kommenden Winterflugplan die Flüge nach London ein, wie die "Oberösterreichischen Nachrichten" und orf.at am Freitag berichten. Andreas Gruber, Chef der Ryanair-Tochter Laudamotion, begründet dies gegenüber den "OÖN" mit zu hohen Standortkosten in Österreich.

"Wir bedauern diesen Schritt, müssen aber die Konsequenzen ziehen", sagte Gruber. Die staatliche Flugabgabe hierzulande - zwölf Euro pro Flug und Passagier - sei im Vergleich zu anderen Ländern zu hoch, die versprochenen Millionen zur Unterstützung für die Luftfahrt in den Jahren 2027 und 2028 ein "Tropfen auf den heißen Stein". Auch in Wien werde man Flüge streichen, kündigte Gruber an.

Abschaffung der Flugabgabe gefordert

Norbert Draskovits, Geschäftsführer des Flughafens Linz, bedauert den Rückzug. Eine rasche Rückkehr der Ryanair schließt er nicht aus, wenn sich die Rahmenbedingungen - Stichwort: Flugabgabe - ändern, heißt es in dem Bericht. Wofür die im Doppelbudget 2027/2028 der Bundesregierung bereitgestellten jährlichen 30 Millionen Euro für die Luftfahrtbranche eingesetzt werden, soll bis September entschieden werden - die Branche fordert eben die Senkung der Flugabgabe.

Auch der Geschäftsführer des Flughafens Klagenfurt, Maximilian Wildt, nannte die Luftverkehrssteuer, die es nur noch in sechs anderen europäischen Ländern gibt, als Grund. Im nahen Triest zahlen die Fluglinien gar nichts.