Topgesetzte
Sabalenka bei French Open weiter
Keine Blöße hat sich beim Tennis-Klassiker in Paris am Samstag die topgesetzte Aryna Sabalenka gegeben. Die Belarussin besiegte die Australierin Daria Kasatkina 6:0,7:5 und feierte dabei ihren 100. Erfolg als Nummer eins. Sabalenka trifft nun auf die Japanerin Naomi Osaka. Die ehemalige Nummer eins setzte sich in einem goldfarbenen Outfit gegen die US-Teenagerin Iva Jovic nach hartem Kampf mit 7:6(5),6:7(3),6:4 durch und steht bei den French Open erstmals im Achtelfinale.
Persönliche Sternstunde
Für eine Überraschung sorgte hingegen die französische Lokalfavoritin Diane Parry, die die an sechster Stelle gesetzte Amanda Anisimova eliminierte. Die Nummer 92 der Welt feierte einen 6:3,4:6,7:6(3)-Erfolg über die US-Amerikanerin, die in der zweiten Runde die Vorarlbergerin Julia Grabher nach deren Aufgabe bezwungen hatte. Im ersten Major-Achtelfinale ihrer Karriere hat die 23-jährige Parry nun alle Chancen auf eine weitere persönliche Sternstunde. Dort wartet mit der Polin Maja Chwalinska eine Qualifikantin, die Maria Sakkari aus Griechenland mit 6:1,3:6,6:2 nach Hause schickte.
Das Duell zwischen der Russin Diana Schnaider und der Ukrainerin Oleksandra Olijnykowa ging weit über den Sport hinaus. Das zeigte sich auch in den Pressekonferenzen nach Schnaiders 7:5,6:1-Sieg, der kaum eine Rolle spielte. Olijnykowa gab ein emotionales Statement ab und erneuerte ihre Vorwürfe gegen Schnaider, die Russin wich Nachfragen dazu und zum Krieg aus. Was sie tue, sei keine Politik, sagte Olijnykowa: "Es geht um Menschlichkeit. Wenn Menschen getötet werden, wenn Kinder sterben, wenn Gewalt gerechtfertigt wird oder gefeiert, können wir nicht so tun, als wäre nichts passiert. Wir können nicht wegschauen. Wir können diejenigen nicht schützen, die solche Taten unterstützen oder entschuldigen."
"Dieser Krieg bestimmt mein Leben"
Damit meint sie unter anderem Schnaider. Der 22-Jährigen wirft die Ukrainerin vor, eine große Sympathisantin von Russlands Präsident Wladimir Putin zu sein. Unter Putins Führung führt Russland seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg in der Ukraine. "Dieser Krieg bestimmt mein Leben. Mein Vater kehrt zur Armee zurück. Mein Freund ist Soldat. Alles in meinem Leben ist vom Krieg geprägt", sagte sie.
Zu ihrer Meinung zum Krieg wollte sich Schnaider nicht äußern. "Ich werde nichts zu der Situation sagen. Ich bin hier, um über Tennis und mein Spiel zu sprechen, über die zweite Woche der French Open."