Stille

Sängerknaben: nach 65 Jahren "Verstummen für immer"

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Nach 65 Jahren verstummen die Stimmen der Altenburger Sängerknaben endgültig.
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Bereits mit Schulschluss 2026 hatte der Knabenchor seinen Betrieb eingestellt, nun wurde auch der Verein „Freunde der Altenburger Sängerknaben" im Rahmen seiner Generalversammlung aufgelöst. Das berichtete die St. Pöltner Kirchenzeitung „Kirche bunt" am Wochenende. Der Förderverein hatte den Chor viele Jahre lang finanziell und organisatorisch begleitet.

Prächtiges Stift im Waldviertel: Altenburg. © ORF

Konvent-Beschluss

Die Entscheidung zur Auflösung war bereits im Frühjahr 2025 vom Konvent unter dem damaligen Abt Thomas Renner gefallen. Ausschlaggebend waren die seit Jahren angespannte wirtschaftliche Lage und der anhaltende Rückgang an singendem Nachwuchs. Vom Stift Altenburg hieß es dazu: „Die Zahl der Sänger und der Interessenten ging bis zuletzt kontinuierlich zurück und beschränkte sich schließlich auf nur noch wenige Burschen."

Letzter seiner Art

Auch eine verstärkte Kooperation mit der Musikschule Horn und dem Bundesschülerheim Horn konnte den Fortbestand nicht mehr retten. Schon frühere Wirtschaftsvisitationen hatten aus finanziellen Gründen zur Einstellung geraten. Die 1961 gegründeten Altenburger Sängerknaben waren zuletzt der einzige Knabenchor eines niederösterreichischen Stiftes – mit dem Aus endet ein bedeutendes Kapitel der Kirchenmusik im Waldviertel.

Weltweit unterwegs

 Die Burschen gestalteten über Jahrzehnte zahlreiche Gottesdienste musikalisch und gingen auf Tournee bis nach Japan, Brasilien, Israel und Uganda. Chorleiter Martin Wadsack bleibt dem Stift dennoch erhalten: Er wirkt weiterhin als Stiftsorganist und leitet künftig den Stiftskirchenchor.

Kurzum: Mit den Altenburger Sängerknaben verstummt nach 65 Jahren eine Institution des Waldviertels – wirtschaftliche Not und fehlender Nachwuchs besiegelten das Ende.