Schulden
Salzburger Skigebiet ist pleite!
Wie die Kredit- und Gläubigerschutzverbände informierten, wurde am Donnerstag am Landesgericht ein Sanierungsverfahren über die Skilifte im Heutal bei Unken (Pinzgau) eröffnet. Die Verbindlichkeiten der Heutal-Lift GmbH liegen bei knapp über einer Million Euro, von der Insolvenz sind 37 Gläubiger betroffen. Neben dem Geschäftsführer beschäftigt das Unternehmen aktuell keine Dienstnehmer.
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Das Skigebiet hat nur einen langen und zwei kurze Schlepplifte und einen Übungslift, es ist aber vor allem bei Tagesgästen und Skifahrern mit Kindern beliebt. Von Frühjahr bis Herbst bewirtschaftet das Unternehmen auch die Parkplätze für Tourengeher, Langläufer und Wanderer im Heutal. Die Liftgesellschaft strebt eine Fortführung an und bietet den Gläubigern eine Quote von 20 Prozent an.
Schneearmer Winter, geringe Auslastung im Sommer
Als Gründe für die Zahlungsunfähigkeit führte die Liftgesellschaft den vergangenen schneearmen Winter und den damit verbundenen Rückgang an Skifahrern an. Dazu kamen unter anderem eine zu geringe Auslastung während der Sommermonate, gestiegene Kosten und hohe Altlasten. Die vorhandenen Beschneiungsanlagen sind laut Unternehmen aktuell noch nicht voll funktionsfähig, wodurch die Auswirkungen der schneearmen Winter zusätzlich verstärkt wurden.
Der Geschäftsführer hatte bereits im Frühjahr angekündigt, dass es in der kommenden Wintersaison 2026/27 keinen Liftbetrieb geben werde. Als Grund wurde damals eine "umfassende wirtschaftliche und strukturelle Neuausrichtung" angegeben. Der KSV1870 sah das in einer Aussendung am Donnerstag aber nicht unkritisch: Bei guter Schneelage könnte ein Aufsperren durchaus zielführend und wirtschaftlich sein.