Ärger
Sarah Engels reagiert auf Botox-Vorwürfe
Den Ausgangspunkt der öffentlichen Auseinandersetzung bildete ein Video des Münchner Beauty-Arztes Marc Geldmacher auf Social Media. Der Mediziner hatte das optische Erscheinungsbild der früheren deutschen ESC-Teilnehmerin detailliert analysiert und sich dabei kritisch über ihre Gesichtszüge geäußert. Wörtlich erklärte Geldmacher in seinem Beitrag im Internet: "Entweder hat Sarah Engels die Mimik verlernt oder es wurde sehr stark Botox gespritzt. Da bewegt sich nichts. Für mich ist das ein schönes Beispiel dafür, dass so eine zubetonierte Stirn jeglichen Ausdruck nimmt."
Die Attacke des Arztes sorgte umgehend für massive Verärgerung im familiären Umfeld der Künstlerin. Ihr Ehemann Julian stellte sich schützend vor seine Frau und lieferte sich im Netz einen erbitterten Schlagabtausch mit dem Mediziner. Julian verurteilte das Vorgehen des Arztes scharf: "Dass man andere angreifen muss, um Reichweite zu generieren, finde ich absolut ekelhaft und traurig." Zudem warf er Geldmacher vor: "Du bist schlecht für die Gesellschaft und verbreitest unfassbar viel Hass."
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Im Gespräch mit der Münchner "Abendzeitung" zeigte sich Sarah Engels nun gelassen gegenüber den persönlichen Angriffen. Nach vielen Jahren im Rampenlicht habe sie gelernt, mit derartigen Äußerungen professionell umzugehen. "Um ehrlich zu sein, ärgert mich das persönlich gar nicht mehr. Nach all den Jahren in der Öffentlichkeit habe ich gelernt, mit solchen Kommentaren umzugehen", stellte die Sängerin klar und ließ die Vorwürfe an sich abprallen.
Ihre primäre Sorge gelte vielmehr den gesellschaftlichen Konsequenzen, die derartige Bewertungen auf weibliche Fans haben könnten. "Was mich viel mehr beschäftigt, ist, was solche Aussagen mit Frauen und vor allem mit jungen Mädchen machen können. Ihnen wird ohnehin schon viel zu oft suggeriert, wie sie auszusehen haben oder welchem vermeintlichen Schönheitsideal sie entsprechen sollten", betonte die Musikerin. Es mache sie traurig, wenn der Wert von Frauen rein über optische Maßstäbe definiert werde.
Stiftung "Starke Mädchen"
Um diesem Druck entgegenzuwirken, setzt sich Engels aktiv für Selbstakzeptanz ein. Für sie sei Female Empowerment kein reines Modewort: "Mir ist wichtig, insbesondere Frauen und jungen Mädchen Mut zu machen, an sich selbst und den eigenen Wert zu glauben. Genau dafür habe ich auch meine Stiftung 'Starke Mädchen' gegründet." Es gebe schlichtweg nicht das eine Schönheitsideal, da jeder Mensch individuell sei. Statt sich permanent zu vergleichen, sollten sich Frauen gegenseitig den Rücken stärken – Werte, die sie auch ihrer Tochter Solea Liana vorlebe.
Beruflich blickt die Musikerin nach vorne und bereitet sich auf ein prominentes Live-Event vor. Am Donnerstag, dem 17. September, wird Sarah Engels beim traditionellen "HeidiFest" von Model-Mama Heidi Klum im geschichtsträchtigen Münchner Hofbräuhaus auf der Bühne stehen. Neben ihr werden zahlreiche weltbekannte Größen erwartet, darunter Supermodel Naomi Campbell, Pussycat-Dolls-Frontfrau Nicole Scherzinger, Schlagerlegende Vicky Leandros, Liz Mitchell von Boney M., Katja Ebstein, Tony Christie, NDW-Star Markus Mörl sowie das Eurodance-Duo La Bouche.