Große Angst
Schlagerstar Reim: Traurige TV-Beichte!
Matthias Reim hat in seinem Leben beruflich wie privat turbulente Zeiten durchlebt. Nach Phasen des kometenhaften Aufstiegs und schweren persönlichen Krisen hat der erfolgreiche Musiker inzwischen seinen festen Platz gefunden. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Christin Stark bildet er eines der beliebtesten Paare der deutschsprachigen Schlagerszene. Das private Glück des Paares wurde durch die Geburt der gemeinsamen Tochter Zoe gekrönt, die das Familienleben komplettierte.
In der Talkshow "SWR 4 Assenheimers Promitalk" zog der Künstler eine Zwischenbilanz seines bewegten Werdegangs. Während er früher oft zwischen beruflichem Druck und privaten Umbrüchen stand, genießt er heute die Beständigkeit im Kreis seiner Familie. Auch bei öffentlichen Auftritten, wie etwa in der beliebten "Giovanni Zarrella Show", sprachen Reim und seine Ehefrau humorvoll über ihren lebhaften und manchmal chaotischen Alltag als Eltern. Dabei verrieten die beiden bereits, welche beruflichen Wege sie sich für ihren Nachwuchs in der Zukunft vorstellen könnten.
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Ein Liebeslied als musikalisches Geschenk für die Tochter
Wie tief die Zuneigung zu seinem jüngsten Nachwuchs ist, zeigte der Sänger bei seinem emotionalen Auftritt in der "Giovanni Zarrella Show" vom 19. September. Passend zum damaligen Sendungsmotto "Kleine Stars ganz groß" präsentierte Matthias Reim ein ganz persönliches Werk, das er eigens für seine Tochter komponiert hatte. Der Song mit dem Titel "Willkommen in meiner Zukunft" entstand unmittelbar nach der Geburt des Kindes, als er sein Neugeborenes zum ersten Mal in den Armen hielt.
In den berührenden Textzeilen beschreibt Reim seine Tochter als ein wahres Geschenk des Himmels, das seine persönliche Lebenswelt perfekt mache. Das Stück spiegelt die enorme Dankbarkeit wider, die der Musiker für das späte Familienglück empfindet. Musikerkollegen und Publikum zeigten sich von dieser verletzlichen Seite des sonst so rockigen Schlagersängers tief bewegt. Doch neben all der Freude bringt die späte Elternschaft auch nachdenkliche Momente mit sich.
Schattenseiten einer späten Elternschaft
Hinter dem strahlenden Bühnenbild verbergen sich ernsthafte Sorgen, die Matthias Reim nun in der SWR-Talkshow thematisierte. Der Musiker sprach schonungslos darüber, welche Gedanken ihn im Stillen beschäftigen, wenn er die Zukunft seiner Tochter betrachtet. Zwar erlebt er im Alltag die pure Zuneigung des Mädchens, doch drängt sich immer wieder das Bewusstsein des großen Generationsunterschieds in den Vordergrund.
Für das Kind sei der Vater derzeit der größte Held auf Erden, doch die biologische Realität lässt sich nicht ausblenden. Der Sänger stellte sich im Gespräch die Frage, wie viel gemeinsame Lebenszeit ihm an der Seite seiner Tochter tatsächlich noch vergönnt sein wird. Offen schilderte er seine innere Zerrissenheit: "Wenn ich meine kleine Vierjährige angucke, für sie bin ich das Allergrößte auf der Welt. Und ich denke mir: 'Ich werde 70. Schaffen wir noch 20 Jahre? Dann sehe ich sie wenigstens irgendwie ihr Studium fertig machen. Oder bin ich dann schon weg?'"
Hoffnung auf viele gemeinsame Lebensjahre
Solche quälenden Gedankenspiele belasten den Musiker spürbar, wie er im Gespräch unumwunden zugab. "Das sind Gedanken, die mag ich nicht", erklärte der Sänger im SWR-Studio mit belegter Stimme. Gleichzeitig betonte er, dass man sich dieser Realität stellen müsse, wenn man sich in einem fortgeschrittenen Lebensabschnitt noch einmal für Nachwuchs entscheidet. Wer so spät Vater werde, müsse dieses unausweichliche Risiko bewusst tragen.
Trotz der melancholischen Gedanken überwiegt im Alltag die Lebensfreude. Matthias Reim schöpft aus seiner Partnerschaft mit Christin Stark und der Nähe zu seinem Kind enorme Kraft für seine kommenden Tourneen und Musikprojekte. Der Künstler nutzt jeden Tag bewusst aus, um seinem Nachwuchs möglichst viele unbeschwerte Erinnerungen mit auf den Lebensweg zu geben.