Klimawandel
Schnee-Alarm zum Ski-Start
Der Sommer ist offiziell vorbei, doch das Wetter ist nach wie vor sehr sommerlich mit Temperaturen bis zu 27 Grad im Westen – auch bis in den Oktober hinein soll es weitgehend trocken bleiben.
Dennoch startet in Österreich langsam (und traditionell) die Ski-Saison. Nur: Schnee gibt es noch lange nicht genug. Nur auf den Gletschern steht der Winter vor der Tür.
Auf den Gletschern startet Lift-Betrieb
Start. Bereits seit 26. September laufen am Pitztaler Gletscher in Tirol die Skilifte. Der Saisonstart am Kaunertaler Gletscher musste hingegen wegen hoher Temperaturen verschoben werden. In Sölden, wo Ende Oktober der Wintersport mit den ersten Rennen seinen Auftakt feiert, soll der Skibetrieb genauso wie am Hintertuxer Gletscher im Oktober beginnen.
Mehrere Skigebiete sperren nicht auf
Ganz anders sieht es bei kleineren Skigebieten aus – einige sperren nach den schneearmen letzten Jahren gar nicht mehr auf.
- Am Gaberl in der Steiermark werden die großen Schlepplifte künftig nicht mehr in Betrieb genommen. Der Hauptgrund für das Aus sind die hohen Kosten für die künstliche Beschneiung.
- Das Skigebiet Unterberg, einst als "Naturschneeparadies" gefeiert, beugt sich dem Klimawandel. Der Betrieb wird eingestellt. Schon in den letzten beiden Wintern standen die Lifte still. Grund: Kein Schnee.
- Auch der Kasberg in OÖ kämpft ums Überleben. 500.000 Euro wurden in eine Beschneiungsanlage investiert – das Land will das Gebiet durch die OÖ-Seilbahnholding übernehmen und damit retten.
Teuer-Schock. Kein Wunder also, dass andere, größere Ski-Gebiete die Preise heuer wieder empfindlich erhöhen müssen. Einige Liftkarten kratzen bereits an der 85-Euro-Grenze. Skifahren wird immer mehr zum Luxus – wenn es überhaupt noch möglich ist.