Dürre-Alarm

Schock: Bauern geht das Futter aus

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Die klimawandelbedingte Rekordtrockenheit führt heuer zu massiven Ausfällen beim Grünschnitt sowie Körnermais und verursacht eine Futtermittelknappheit. Viele Bauern schlachten jetzt ihre Tiere.
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Die Dürre trifft Österreichs Bauern extrem hart. "In den vergangenen Wochen kamen rund dreimal so viele Schlachtkühe zur Vermarktung wie üblich", hieß es von der ARGE Rind, der Dachorganisation von acht Rindererzeugergemeinschaften.

Hitze, akuter Wassermangel und schwache Erträge setzen viele landwirtschaftliche Betriebe so unter Druck, dass sie die Tiere verkaufen müssen, weil sie kein Futter mehr haben. Weil zu wenig wächst: Die Dürre führt zu massiven Ausfällen beim Grünschnitt sowie Körnermais und verursacht so eine Futtermittelknappheit.

FPÖ fordert rasches Dürre-Hilfspaket für Landwirtschaft

Die FPÖ sieht Versäumnisse bei Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) und pocht auf rasche Hilfe für die Landwirte. "Die massiven Schäden durch die Dürre und die drohende Futterknappheit waren seit Wochen, wenn nicht seit Monaten, absehbar. Ebenso kämpfen unsere Bäuerinnen und Bauern mit einem massiven Preisverfall bei zahlreichen landwirtschaftlichen Produkten", so FPÖ-Agrarsprecher Peter Schmiedlechner.

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Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) hatte ein Dürre-Maßnahmenpaket in Aussicht gestellt, ohne Details zu nennen. Derzeit streitet man in der Regierung allerdings noch darüber, woher das Geld für die Hilfen kommen soll und welche Bauern begüngstigt werden.

NÖ Bauernbundobmann LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf sagt oe24: "Die Betroffenheit in Niederösterreich, dem Agrarland Nummer eins in Österreich, ist besonders hoch. Die Wiesen für unsere Kühe sind vielerorts vertrocknet, sie finden hier keine Gräser mehr. Daher müssen schon jetzt die Futterreserven, die eigentlich für den Winter bestimmt sind, aufgebraucht werden. Und dabei geht es nicht mehr nur um die Bäuerinnen und Bauern, sondern um die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln für ganz Österreich."

Dürre im Bezirk Lilienfeld in Niederösterreich. © zvg

Pernkopf stellt klar, was aus seiner Sicht jetzt nötig ist: "Es braucht  rasch Unterstützung durch die Bundesregierung, denn außergewöhnliche Situationen benötigen auch außergewöhnliche Maßnahmen. In einem ersten Schritt muss es eine Unterstützung bei Betriebsmittelkrediten geben, in weiterer Folge braucht es die Aussetzung der Sozialversicherungsbeiträge, um unsere Bäuerinnen und Bauern zu unterstützen. Damit entlasten wir die Betriebe und sichern die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln. Diese Dürrekatastrophe ist mit den Ereignissen der vergangenen Jahre nicht zu vergleichen und betrifft neben allen Bereichen der Landwirtschaft auch die nachgelagerten Wirtschaftszweige."