Feuerwehr-Einsatz
Schock im Schlafzimmer! Wespennest entdeckt
Ein spektakulärer und zugleich beängstigender Einsatz hielt die Freiwillige Feuerwehr Mariazell im steirischen Bezirk Bruck-Mürzzuschlag am Freitag in Atem. Eine Wohnungsbesitzerin, die nach längerer Zeit wieder in ihren Zweitwohnsitz im Wallfahrtsort zurückkehrte, erlebte beim Betreten des Schlafzimmers eine böse Überraschung.
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Die erschrockene Frau traute ihren Augen kaum, als sie das Schlafzimmer inspizierte: Direkt zwischen dem Vorhang und dem Fenster hatte sich ein riesiges Wespennest gebildet, das die gesamte Fensternische ausfüllte. Das Nest war derart massiv gewachsen, dass an ein normales Bewohnen oder Schlafen im Zimmer absolut nicht mehr zu denken war. Umgehend verständigte die besorgte Eigentümerin die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Mariazell, die sofort mit Spezialausrüstung anrückte.
Die Freiwillige Feuerwehr Mariazell wird jedes Jahr zu zahlreichen Insekteneinsätzen gerufen. Ein derart großes Nest an dieser Stelle, zwischen Fenster und Vorhang in einem Schlafzimmer, ist allerdings auch für die erfahrenen Einsatzkräfte eher selten.
Gekipptes Fenster als Einladung für die Wespen
Die Ursache für das massive Wespenproblem war rasch gefunden. Die Besitzerin der Wohnung war über einen längeren Zeitraum hinweg nicht vor Ort in ihrem Zweitwohnsitz gewesen. Vor ihrer Abreise hatte sie das Fenster im Schlafzimmer jedoch in gekipptem Zustand hinterlassen.
Feuerwehr findet sechs weitere Wespenkrüge
Bei der genauen Kontrolle des Schlafzimmers und der angrenzenden Bereiche stießen die Florianis auf weitere Überraschungen. Neben dem aktiven Riesennest entdeckten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Mariazell insgesamt noch sechs weitere kleinere Wespenkrüge.
Diese zusätzlichen Nester waren zu diesem Zeitpunkt jedoch glücklicherweise bereits leer. Es deutet alles darauf hin, dass das Schlafzimmer den Insekten bereits in den Vorjahren oder in früheren Phasen als ungestörte Brutstätte gedient hatte, ohne dass dies von der Eigentümerin bemerkt worden war. Die Feuerwehrleute entfernten das aktive Hauptnest sowie die leeren Altnester fachgerecht unter Einhaltung strenger Sicherheitsvorkehrungen, um eine weitere Ausbreitung und Gefahr für die Bewohnerin dauerhaft abzuwenden.
Tipps der Feuerwehr: Wie man Wespennester im Haus verhindert
Insektenberatung und Prävention sind wesentliche Teile der Arbeit der Einsatzkräfte im Sommer und Spätsommer. Die Feuerwehr Mariazell appelliert in diesem Zusammenhang an alle Wohnungs- und Hausbesitzer, bei längerer Abwesenheit besondere Vorsicht walten zu lassen.
- Fenster schließen: Gekippte Fenster sollten bei längerer Abwesenheit, insbesondere in Zweitwohnsitzen oder Ferienwohnungen, unbedingt komplett geschlossen werden.
- Insektenschutzgitter: Das Anbringen von stabilen Fliegengittern verhindert das Eindringen von Königinnen auf der Suche nach einem Nistplatz.
- Regelmäßige Kontrollen: Zweitwohnsitze sollten, wenn möglich, auch im Frühjahr und Sommer regelmäßig kontrolliert werden, um einen beginnenden Nestbau frühzeitig zu erkennen.
Dank des schnellen und professionellen Einschreitens der Freiwilligen Feuerwehr Mariazell konnte das Schlafzimmer innerhalb kurzer Zeit wieder komplett von den ungeladenen Gästen befreit werden. Die Erleichterung bei der sichtlich geschockten Wohnungsbesitzerin war nach dem erfolgreichen Einsatz der steirischen Florianis verständlicherweise riesengroß.