Kritik am Bund

Schul-Alarm in NÖ: Sonderpädagogen fehlen

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In Niederösterreich können im kommenden Schuljahr zwar alle Lehrerstellen besetzt werden, es mangelt jedoch an ausgebildeten Fachkräften in der Sonderpädagogik.
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Laut Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) haben aktuell 5,1 Prozent der Pflichtschülerinnen und -schüler – rund 6.000 Kinder – einen sonderpädagogischen Förderbedarf.

Zwar sind etwa 1.600 Vollzeit-Beschäftigte in diesem Bereich tätig, doch nur die Hälfte verfügt über eine spezielle Ausbildung; die Übrigen belegten im Rahmen der neuen Ausbildung lediglich einen Schwerpunkt. Pensionierungen verschärfen diesen Mangel stetig weiter.

Kritik an der Bundesunterstützung

Dass der Bedarf im kommenden Schuljahr dennoch gedeckt ist, liegt an Mehrdienstleistungen und dem Einsatz von fachfremdem Personal. Teschl-Hofmeister fordert daher vom Bund die Wiedereinführung eines eigenständigen Sonderpädagogik-Lehrgangs: "Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf brauchen bestens ausgebildete Fachkräfte." Darüber hinaus kritisiert sie, dass der Bund derzeit nur einen Bedarf von 2,7 statt der realen 5,1 Prozent finanziere. Die Differenz müsse das Land durch Umschichtungen abdecken.

Das Bildungsministerium entgegnet, dass die 2,7-Prozent-Quote im Finanzausgleichsgesetz fixiert sei und nur durch Bund-Länder-Verhandlungen geändert werden könne. Umgerechnet auf jene Schulen, die tatsächlich Kinder mit Förderbedarf unterrichten, liege die Quote zudem bei rund 3,65 Prozent.