Neues Kapitel

Schwarz fordert Odermatt: Sölden-Rechnung endlich begleichen

© APA/EXPA/ JOHANN GRODER
Spannung vor dem Weltcup-Auftakt in Sölden! Nach zwei kugellosen Wintern bläst ÖSV-Chefcoach Marko Pfeifer zur Jagd. Marco Schwarz will mit neuem Fokus endlich seine Sölden-Rechnung begleichen.
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Österreichs Alpinskiläufer stehen vor dem Auftakt des Weltcup-Winters am kommenden Sonntag (10:00 & 13:00 Uhr/live ORF 1 & OE4-Liveticker) auf dem Rettenbachferner in Sölden unter Strom. Nach zwei aufeinanderfolgenden Wintern ohne eine einzige Kristallkugel gibt ÖSV-Männer-Cheftrainer Marko Pfeifer die Marschroute klar vor: "Unser Anspruch soll sein, jedes Rennen so in Angriff zu nehmen, dass wir gewinnen wollen. Und das von Sölden an." Die ÖSV-Garde müsse Entschlossenheit zeigen und dürfe sich nicht verstecken. Pfeifer ist überzeugt: "Wenn uns das gelingt, dann kommen die Kugeln automatisch." Zuletzt holten Manuel Feller im Slalom 2024 sowie Marco Schwarz 2021 Kristall für das ÖSV-Team.

Marco Schwarz zieht Slalom-Schlussstrich

Als Speerspitze im Riesentorlauf richtet Marco Schwarz seine Karriere komplett neu aus. Der 31-jährige Kärntner beendete seine erfolgreiche Slalom-Laufbahn und schlägt ein völlig neues Kapitel auf. Künftig konzentriert sich Schwarz voll auf Riesentorlauf, Super-G und schrittweise auch auf die Abfahrt. "Ich möchte nicht in vier Disziplinen am Start stehen und dann nur Mittelmaß sein", begründete Schwarz den Schritt. Um den Belastungen im Speed-Bereich gewachsen zu sein, schuftete der Kärntner intensiv in der Saisonvorbereitung in Chile und legte vier Kilo reine Muskelmasse zu.

Offene Rechnung am Rettenbachferner

Beim legendären Riesentorlauf in Sölden hat "Blacky" Schwarz zudem ein klares Ziel vor Augen. Nach dem wetterbedingten Abbruch 2023 und dem hauchdünnen Rückstand von nur 24 Hundertstelsekunden auf Dominator Marco Odermatt im Vorjahr will der Kärntner diesmal den Coup einfahren. An Odermatt orientieren möchte er sich allerdings nicht: "Überhaupt nicht, ich versuche auch nicht, ihn zu kopieren." Pfeifer unterstützt den Kurswechsel seines Athleten vollkommen: "Er hat selbst gespürt, dass das nicht mehr vereinbar ist. Er will Rennen gewinnen und Podiums fahren."

Feller fehlt – Kriechmayr als Speed-Anker

Der unverzichtbare Speed-Leader der ÖSV-Herren: Vincent Kriechmayr zieht im roten Rennanzug eine präzise Schwungkurve auf der Piste. Nach zwei kugellosen Wintern des österreichischen Männer-Teams blickt Cheftrainer Marko Pfeifer optimistisch auf die neue Saison und setzt in den schnellen Disziplinen weiterhin voll auf die Erfahrung des Oberösterreichers. Die Speed-Saison der Herren startet am 28. November in Copper Mountain. © Getty Images

Während Manuel Feller nach einem erneuten Bandscheibenvorfall noch keinen genauen Termin für sein Saisondebüt nennen kann, trägt im Slalom vorerst Olympia-Silbermedaillengewinner Fabio Gstrein die Hauptlast bis zum Auftakt am 15. November in Levi. In den Speed-Disziplinen setzt der ÖSV weiterhin auf Routine: Vincent Kriechmayr bleibt als unumstrittener Anführer erhalten. "Mir kommt vor, er wird jünger und jünger. Er ist fit, es macht ihm extrem viel Spaß", lobte Pfeifer. Die Speed-Saison startet am 28. November im US-amerikanischen Copper Mountain.