Wie die britische Zeitung "The Sun" berichtet, konzentrieren sich die behördlichen Untersuchungen auf ein früheres Wohnhaus von Thomas Markle Senior in Cebu City auf den Philippinen. Dort soll der US-Amerikaner bei seinem Auszug persönliche Gegenstände zurückgelassen haben. Sein Sohn, Thomas Markle Junior, stieß nach eigenen Angaben zufällig auf die heiklen Daten, als er in der verlassenen Unterkunft in vier großen Kartons nach einem Mobiltelefon suchte.
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Bei der Durchsuchung will Thomas Markle Junior zunächst auf einem gefundenen Smartphone ein verdächtiges Video entdeckt haben. Um Klarheit über die weiteren Inhalte zu erlangen, zog er in der Folge einen IT-Spezialisten hinzu. Gemeinsam untersuchten sie mehrere Festplatten, auf denen sich laut den Schilderungen des Sohnes weiteres mutmaßliches Missbrauchsmaterial befand. Der Halbbruder von Herzogin Meghan sprach in diesem Zusammenhang von "Hunderten, wenn nicht Tausenden" entsprechenden Abbildungen.
Sohn schaltete internationale Ermittlungsbehörden ein
Die Entdeckung veranlasste Thomas Markle Junior dazu, unverzüglich offizielle Schritte gegen den eigenen Vater einzuleiten. Bereits am 10. Juli wandte er sich nach eigenen Angaben an mehrere US-Behörden, darunter:
- Die offizielle Hotline der US-Bundespolizei FBI
- Das National Center for Missing & Exploited Children
- Die Staatspolizei des US-Bundesstaates Pennsylvania
Am vergangenen Donnerstag folgte schließlich eine eidesstattliche Erklärung bei der spezialisierten Kinderschutzpolizei auf den Philippinen. Vor Ort reagierten die Gesetzeshüter prompt: Eine eigene Taskforce unter der Leitung eines Zentrums für Frauen- und Kinderschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Thomas Markle Junior erklärte sich bereit, alle vier Kartons mit den Dokumenten und Datenträgern für eine umfassende forensische Untersuchung an die Kriminalisten zu übergeben.
Thomas Markle Junior bricht endgültig mit dem Vater
Für die familiäre Beziehung bedeutet der Vorfall den endgültigen Bruch. Gegenüber der "Sun" begründete Thomas Markle Junior seine behördliche Anzeige mit deutlichen Worten: "Als ich dieses Material fand, war ich entsetzt und hatte keine andere Wahl, als meinen Vater anzuzeigen." Zudem stellte er klar: "Ich habe ihn jahrelang unterstützt, umsorgt und ihm geholfen – damit ist jetzt Schluss." Auch für die Zukunft zog er einen harten Schlussstrich: "Ich werde nie wieder mit meinem Vater sprechen, es sei denn, ich werde als Zeuge gegen ihn vorgeladen."
Thomas Markle Senior selbst befindet sich derzeit in einer Pflege- und Reha-Einrichtung im US-Bundesstaat Florida. Offizielle Ergebnisse der angekündigten forensischen IT-Auswertungen liegen zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht vor.
Reaktionen aus dem Umfeld von Meghan und Gegenrede der Schwester
Herzogin Meghan pflegt bereits seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Aus ihrem unmittelbaren Umfeld verlautete laut dem Bericht der "Sun" eine deutliche Einschätzung: "Jetzt werden die Leute vielleicht endlich verstehen, warum sie seit 2018 nichts mehr mit ihrem Vater zu tun hatte." Die Herzogin selbst gab bislang keine persönliche Stellungnahme ab.
Ganz anders bewertet Meghans Halbschwester Samantha Markle die Situation. Gegenüber der "Daily Mail" wies sie die Anschuldigungen ihres Bruders entschieden zurück: "Diese widerlichen Anschuldigungen entbehren jeglicher Grundlage." Zudem betonte sie: "Es gibt keinen Beweis dafür, dass mein Vater irgendwelche Bilder heruntergeladen hat." Laut Samantha Markle seien die betreffenden Computer über einen Zeitraum von rund zwei Jahren gar nicht im Besitz von Thomas Markle Senior gewesen, weshalb auch Dritte Zugriff auf die Geräte gehabt haben könnten. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.