Ski-Superstar

Shiffrin verrät: "Das auszuprobieren, dafür schlägt mein Herz"

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US-Skisuperstar Mikaela Shiffrin gesteht, "dass der Gesamtweltcup etwas ist, das ich möglicherweise nicht mehr gewinnen werde".
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Altenmarkt. In der abgelaufenen Ski-Saison hat Mikaela Shiffrin zum sechsten Mal den Gesamtweltcup der Alpinen gewonnen. Damit steht sie auf einer Stufe mit Rekordhalterin Annemarie Moser-Pröll. Nun aber reduziert der Superstar der Branche ausgerechnet die Auftritte in der Paradedisziplin Slalom. Dass das Experiment seinen Preis hat und ihre Chancen auf die nächste große Kristallkugel schwinden könnten, nimmt Shiffrin in Kauf - vorerst.

"Ich akzeptiere es, dass der Gesamtweltcup etwas ist, das ich möglicherweise nicht mehr gewinnen werde", sagte Shiffrin in einer Medienrunde in Altenmarkt im Pongau. Die Ausnahme-Skifahrerin will künftig ihrer Neugier nachgeben, und unbedingt herausfinden, wie konkurrenzfähig sie in Riesentorlauf und Super-G sein kann. "Das auszuprobieren, dafür schlägt mein Herz - und da rückt der Gesamtweltcup in den Hintergrund", sagte Shiffrin.

Mikaela Shiffrin (USA) beim Atomic Media Day 2026, am Donnerstag 8. Oktober 2026 in Altenmarkt. © APA/BARBARA GINDL

Shiffrin hält sich Hintertür offen

Das Projekt ist langfristig angelegt. Möglicherweise gar bis Olympia 2030 in den französischen Alpen? "Ich kann noch nichts zu 2030 sagen. Es geht um Langlebigkeit oder darum, einen Weg zu finden, meine Motivation aufrechtzuhalten." In der Vorsaison gewann Shiffrin den Weltcup mit 102 Punkten Vorsprung auf die junge Deutsche Emma Aicher. 1.080 ihrer 1.534 Punkte sammelte sie im Slalom.

Je nachdem, wie sich die Saison entwickelt, könnte der Gesamtweltcup dann doch wieder zur Priorität werden, lässt sich die 31-Jährige vorerst alle Türen offen. "Wenn es großartig läuft, sich alles gut anfühlt, die Ergebnisse stimmen und ich im Rennen dabei bin, dann, ja dann ist das wieder eine andere Geschichte."

Atomic verliert eine "Bank"

Auch Ausrüster Atomic muss sich auf den Kurswechsel einstellen. "Natürlich war die Mika mit ihrer Slalom-Siegquote für uns eine Bank", erinnerte Rennchef Christian Höflehner an 73 Slalom-Siege aus 128 Starts. "Der Grund jedoch, warum sie seit Jahren so gut fährt, ist einfach, dass sie immer neugierig geblieben ist und immer neue Details herausfinden wollte."

Dass Shiffrin rasch ganz vorne mitmischen kann, steht für den langjährigen Wegbegleiter außer Frage. "Skifahrerisch mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Sie hat schon Super-Gs gewonnen - ohne wahnsinnig viel Training", sagte Höflehner. Der bisher letzte von Shiffrins fünf Super-G-Siegen im Weltcup datiert vom Dezember 2022 in St. Moritz. Seither ist einige Zeit vergangen, und auch Verletzungen bei höheren Geschwindigkeiten waren dabei. Höflehner wirft die vermeintlich entscheidende Frage auf: "Wie viel Risiko ist sie bereit zu nehmen? Das wird spannend sein zu sehen."