404 Mitarbeiter
So groß und teuer wie nie: Regierung mit XXL-Stab
Die Grünen-Abgeordnete Alma Zadić hat zum Abschluss der Regierungsverhandlungen um ein mehr als fünf Milliarden Euro schweres Sparpaket zur Budgetsanierung eine Serienanfrage gestellt. Dabei deckte sie auf, dass bei der Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS bei ihren Ministern und Staatssekretären das Geld sehr locker sitzt.
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Die Regierung ist mit insgesamt 19 Mitgliedern (Kanzler, Vizekanzler, 12 Ministern und sieben Staatssekretären) die größte und teuerste aller Zeiten. Zadić hat die Mitarbeiterzahl und Kosten der dahinterstehenden Büros nachgefragt.
Mehr Mitarbeiter als im Vorquartal
Die Antwort: Die Regierung hat ihre Mitarbeiterzahl noch einmal erhöht. Im ersten Quartal arbeiteten insgesamt 404 Personen in den Kabinetten (inklusive Back-Office und Chauffeure). Ende 2025 waren es noch 399 Mitarbeiter.
Die Gesamtkosten der Ministerbüros sind ebenfalls angestiegen. Im Zeitraum von Jänner bis März 2026 stieg diese um über 143.000 Euro monatlich. Somit kosten die derzeitigen Regierungsbüros im Schnitt 3,88 Millionen Euro pro Monat. Über das gesamte Jahr hochgerechnet wird für die Kabinette 46,5 Millionen Euro gezahlt.
Das größte Kabinett besitzt Bundeskanzler Christian Stöcker (ÖVP) mit 29 Mitarbeitern (18 Referenten inklusive Öffentlichkeitsarbeit plus elf Hilfskräfte). Zusätzlich kommt das Büro von seinem Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) mit 18 Beschäftigten hinzu. Somit haben die beiden also 47 Mitarbeiter.
Babler hat zwei neue Mitarbeiter
Beim Kanzler blieb die Anzahl der Mitarbeiter konstant. Dafür hat aber Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) sein Kabinett plus das Büro von Staatssekretärin Michaela Schmidt (SPÖ) von 39 auf 41 Mitarbeiter erhöht.
Ebenfalls haben die Büros von Arbeits-, Sozial- und Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) und Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) ihre Mitarbeiteranzahl um zwei (von 30 auf insgesamt 32) erhöht.
Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) haben in Summe zwei neue Mitarbeiter.
Sonderbüro für Meinl-Reisinger
Das Kabinett von Beate Meinl-Reisinger (NEOS) und ihrem Staatssekretär Sepp Schellhorn (NEOS) hat zwei Mitarbeiter weniger. Aber wichtig zu erwähnen: Meinl-Reisinger hat im Ministerium ein zusätzliches Sonderbüro eingerichtet.
Dabei handelt es sich um eine Koordinierungsstelle für die pinke Regierungsarbeit. Das Büro kostete im ersten Quartal des Jahres schon rund 194.000 Euro und wurde vor Kurzem personell aufgestockt.
Das Büro von Schellhorn kostet über 93.000 Euro pro Monat. Doch das Gehalt vom Minister liegt bei über 110.000 Euro im Monat.
28 Mitarbeiter für Generalsekretäre
Die größte Regierung aller Zeiten hat Generalsekretäre in 9 Ministerien. Im Vergleich zum vorherigen Quartal kam zu den aktuell 28 Mitarbeitern einer hinzu. Die bekannten Kosten inklusive Büros liegen bei 305.000 Euro monatlich. Jedoch wollen aus Datenschutzgründen vier Ministerien ihre Mitarbeiterkosten nicht preisgeben. Damit kosten allein die 9 Generalsekretäre der Republik Österreich 127.080 Euro pro Monat.