Millionen-Umsatz

So viel cashen ORF & Servus TV mit WM

Die WM-Rechte bringen ORF und ServusTV satte Werbeeinnahmen. Trotzdem ist die WM ein Minus-Geschäft.
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Ganz Österreich liegt im Fußball-WM-Fieber. Doch während auf dem Rasen um den Aufstieg gekämpft wird, läuft hinter den Kulissen die größte Marketing- und Geldmaschine des Sportjahres. Das Fachmagazin ExtraDienst will nun enthüllt haben, welche Millionenbeträge ORF und ServusTV mit den WM-Rechten erlösen.

Gigantische Reichweiten

Um die Dimensionen zu verstehen, hier die Hard-Facts der FIFA-Turniere:

Gigantische Reichweiten: Bereits die WM 2022 in Katar erreichte über 5 Milliarden Kontakte über TV, Streaming und Social Media.

Milliarden-Umsätze: Die FIFA selbst setzte im Zyklus von 2019 bis 2022 rund 7  Milliarden Euro um. Rechnet man alle weltweiten Werbebudgets, Kampagnen und Handelsmarketing-Aktionen zusammen, fließen während einer WM rund über 10 Milliarden Euro an reiner Werbeleistung.

Die neue Goldgrube "Trinkpause": Bei der WM 2026 gibt es eine entscheidende Neuerung – die sogenannten Hydration Breaks.  Eine Goldgrube für den ORF & Servus TV. Zum Vergleich: Der US-Sender FOX rechnet dadurch mit 250 Millionen Dollar Zusatzumsatz.

Kein Gewinn mit WM

Apropos ORF: Wie ein Branchen-Insider gegenüber Extradienst berichtet, soll sich der geschätzte Werbeumsatz beim ORF auf 25 bis 30 Millionen Euro belaufen.

Zum Vergleich: ServusTV soll mit der WM rund 15 Millionen Euro an Werbeinnahmen erlösen, berichtet Extradienst.

oe24-Recherchen zeigen jedoch, dass die Extradienst-Zahlen wohl deutlich zu hoch sein dürften: Ein ORF-Insider rechnet gegenüber oe24 vor, dass der ORF mit der WM rund 10 Millionen Euro verdient, bei ServusTV soll der Betrag fast gleich hoch sein, da beide Sender die Spieltage ja gleichmäßig aufgeteilt hätten. Damit wäre die WM angesichts der hohen Kosten (ServusTV hat dem ORF rund 12 Millionen Euro für die TV-Rechte gezahlt) für die beiden Sender aufgrund von Produktions-, Personal- und Refinanzierungskosten ein Minus-Geschäft.

Rechnet man allerdings den Werbe- und Marketingwert hinzu, zahlt sich die Rechnung mittelfristig wohl aus. Auch, weil beide Sender im Juni und Juli Top-Quoten mit Marktanteilen über 10 Prozent hatten.