Bei Jugendlichen

So viele Stunden Social Media verschlechtern das Körperbild massiv

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Eine aktuelle Erhebung aus Österreich zeigt einen auffälligen Zusammenhang: Junge Menschen, die besonders viel Zeit auf sozialen Plattformen verbringen, sind häufiger unzufrieden mit ihrem eigenen Körper und denken öfter über Schönheitsoperationen nach.
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Instagram, TikTok und Snapchat sind für viele junge Menschen längst ein fixer Teil des Alltags. Doch je mehr Zeit dort verbracht wird, desto problematischer kann offenbar auch der Blick auf den eigenen Körper werden. Das zeigen neue Daten der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG).

Für die neunte Welle des österreichischen Panels Gesundheitsförderung wurden im Dezember 2025 insgesamt 1.029 Menschen befragt, darunter 129 Personen zwischen 16 und 25 Jahren. Besonders deutlich fällt dabei der Unterschied zwischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf, die mehr als zwei Stunden täglich auf sozialen Plattformen verbringen, und jenen mit einer geringeren Nutzungsdauer.

Je länger online, desto größer der Druck

Besonders auffällig ist die Frage, wie schön sich junge Menschen selbst finden, auch dann, wenn sie nicht so aussehen wie vermeintlich attraktive Personen auf Social Media.

Bei den 16- bis 25-Jährigen, die höchstens zwei Stunden täglich soziale Medien nutzen, sagen 63 Prozent, dass sie sich schön fühlen, auch wenn sie sich von den dort gezeigten attraktiven Personen unterscheiden. Bei jenen, die mehr als zwei Stunden täglich auf den Plattformen verbringen, sind es nur noch 48 Prozent.

Noch deutlicher wird der Unterschied beim sozialen Vergleich. 59 Prozent der intensiv Nutzenden geben an, häufig darüber nachzudenken, wie ihr Körper auf andere wirkt. In der Gruppe mit geringerer Nutzung sind es 37 Prozent.

Und auch Schönheitsoperationen spielen in dieser Gruppe häufiger eine Rolle: 31 Prozent der jungen Menschen mit mehr als zwei Stunden Social-Media-Nutzung haben bereits über eine Schönheitsoperation oder einen ästhetischen Eingriff nachgedacht. Bei jenen, die weniger Zeit auf sozialen Plattformen verbringen, sind es lediglich 5 Prozent.

Junge Frauen besonders unter Druck

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Beim Thema Schönheitsdruck zeigen sich auch deutliche Unterschiede zwischen jungen Frauen und Männern. Während sich 45 Prozent der jungen Frauen mit einem Filter schöner fühlen, sind es bei den jungen Männern 19 Prozent. Gleichzeitig weist die GÖG darauf hin, dass auch junge Männer von unrealistischen Körperidealen betroffen sind - etwa durch Fitness-, Muskel- oder Lifestyle-Content. Entscheidend ist also nicht nur das Geschlecht, sondern auch, welchen Inhalten man ausgesetzt ist und wie stark man sich mit ihnen vergleicht.

Körperbild kann auch die psychische Gesundheit betreffen

Warum die Ergebnisse relevant sind, zeigt ein Blick auf mögliche Folgen. Die GÖG bringt ein negatives Körperbild unter anderem mit geringerem Selbstwertgefühl, Angst, depressiven Symptomen und problematischem Essverhalten beziehungsweise Essstörungen in Verbindung.

Dabei ist wichtig: Die österreichischen Daten zeigen einen Zusammenhang zwischen intensiver Social-Media-Nutzung und einem kritischeren Körperbild. Sie beweisen nicht, dass mehr als zwei Stunden Social Media automatisch die Ursache für diese Entwicklung sind. Auch andere Faktoren können eine Rolle spielen.

Es geht nicht nur darum, das Handy wegzulegen

Die GÖG verfolgt deshalb einen etwas differenzierteren Ansatz. Social Media kann schließlich auch positive Seiten haben: Junge Menschen finden dort Freundschaften, Communities, Informationen und kreative Ausdrucksmöglichkeiten. Problematisch wird es besonders dann, wenn die Nutzung überwiegend aus passivem Scrollen, Vergleichen oder einer permanenten Selbstoptimierung besteht.

Mit Projekten wie YOUareART – Ungefiltert schön und dem Body Project Austria sollen Jugendliche deshalb lernen, Schönheitsideale und digitale Bilder kritischer zu hinterfragen. Das Ziel ist nicht, Social Media komplett aus dem Alltag zu verbannen, sondern den Einfluss idealisierter Darstellungen bewusster wahrzunehmen.