Nach dem Auftakt-Wochenende in Sölden will ÖSV-Speedchef Andreas Evers die guten Pistenbedingungen am Rettenbachgletscher mit seinen Leuten zum Training nützen. Für Vincent Kriechmayr, Raphael Haaser & Co. zählen nach einer Saison ohne Kugel nur Siege und Medaillen. Das gilt auch für die Speed-Allrounder Marco Schwarz und Raphael Haaser, die sich letzte Woche auf den RTL-Auftakt in Sölden konzentrierten.
Jagd auf Super-Schweizer & Franzoni
Wobei es gegen die Schweizer mit Gesamtweltcup-Dominator Marco Odermatt und Triple-Olympiasieger Franjo von Allmen nicht leichter wird und mit Sensations-Shootingstar Giovanni Franzoni aus Italien (holte nach Siegen in Wengen und Kitzbühel WM-Silber) ein weiterer Siegläufer dazu kam.
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Evers wiederum hat in seiner zweiten Saison als ÖSV-Speedchef einen Gang zugelegt. Der frühere Herminator-Coach will nichts dem Zufall überlassen. So flog er wegen der fehlenden Schneepisten in Europa mit seinen Top-Leuten Vincent Kriechmayr, Stephan Eichberger und Daniel Hemetsberger im September ein zweites Mal zum Schneetraining nach Chile. Ein Top-Mann fehlte allerdings: Der Kitzbühel-Super-G-Dritte Stefan Babinsky – der Steirer erholt sich zurzeit von einem Eingriff im Knie (Meniskus). "Er wird aber bereit sein, wenn es im November in Colorado ernst wird", verspricht Evers.
Scharfe Replik gegen Schweizer Medien
Dass das Schweizer Boulevardblatt "Blick" über den zweiten Chile-Flug innerhalb weniger Wochen spottete, kommentiert Evers mit einem verschmitzen Lächeln: "Vielleicht klingt das auch Neid durch. Wir hatten nämlich acht, neun hervorragende Trainingstage."
Mitte November übersiedelt er mit seiner Truppe nach Copper Mountain, wo am 28. November die Speedsaison mit einem Super-G startet.
In der ersten Dezember-Woche folgt dann die "Mini-WM" in Beaver Creek, wo gleich zwei Abfahrten (2./3. Dezember), ein Super-G und ein Riesentorlauf am Programm stehen.