Fehlende Zusage
Sportzentrum Rif: Sanierung verzögert sich weiter
Tennengau. Die geplante Generalsanierung des Universitäts- und Landessportzentrums Rif in Hallein im Tennengau lässt weiter auf sich warten. Obwohl der Baubeginn für 2028 vorgesehen ist, fehlt nach wie vor eine Finanzierungszusage des Bundes. Das Projekt liegt mittlerweile fast ein Jahr hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Für die umfassende Modernisierung werden zwischen 70 und 80 Millionen Euro benötigt. Das Land Salzburg hat seinen finanziellen Beitrag bereits zugesichert. Ohne die Beteiligung des Bundes kann die Finanzierung allerdings nicht abgeschlossen werden.
Das Sportzentrum wurde 1986 eröffnet und ist nach rund 40 Jahren in mehreren Bereichen sanierungsbedürftig. Besonders die Haustechnik und die Lüftungsschächte müssen erneuert werden. Darüber hinaus soll die bestehende Sportinfrastruktur verbessert werden, damit die hohen Anforderungen des Trainingsbetriebs weiterhin erfüllt werden können.
Landesrat drängt auf Finanzierungszusage
Sportlandesrat Martin Zauner (FPÖ) fordert eine rasche Entscheidung des Bundes. Er betont, dass es bei der Generalsanierung nicht ausschließlich um die Erhaltung der bestehenden Anlagen gehe. Vielmehr sollen auch Verbesserungen vorgenommen werden, um das Sportzentrum langfristig auf einem hohen Niveau betreiben zu können.
Zauner steht deshalb nach eigenen Angaben mit dem Vizekanzler und der zuständigen Sportstaatssekretärin in Kontakt. Ziel sei es, die notwendigen Mittel aus dem Sportministerium zu erhalten. Der Landesrat warnt gleichzeitig vor weiteren Verzögerungen. Je länger mit der Umsetzung gewartet werde, desto höher könnten die Kosten für das gesamte Bauvorhaben ausfallen.
Trainingsbetrieb läuft während Arbeiten weiter
Nach den bisherigen Planungen soll die Generalsanierung zwischen 2028 und 2032 durchgeführt werden. Trotz der umfangreichen Arbeiten ist vorgesehen, den laufenden Trainings- und Sportbetrieb möglichst uneingeschränkt aufrechtzuerhalten. Vollständige Schließungen des Sportzentrums sind demnach nicht geplant. Allerdings könnte es während einzelner Bauphasen notwendig werden, bestimmte Bereiche vorübergehend zu sperren.
Überwiegend im Eigentum des Landes Salzburg
Das Universitäts- und Landessportzentrum Rif befindet sich überwiegend im Eigentum des Landes Salzburg. Zu den zentralen Finanzierungs- und Nutzungspartnern zählt das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Weitere wichtige Partner sind die Universität Salzburg, die Landessportorganisation und die Stadtgemeinde Hallein.
Ob der geplante Baubeginn 2028 eingehalten werden kann, hängt wesentlich davon ab, wann die ausstehende Finanzierungszusage des Bundes erfolgt.