Öl noch teurer

Sprit-Alarm: Hochrisiko für weitere Preissprünge

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Die Ölpreise sind am Freitag auf den höchsten Stand seit Ende April gestiegen: Die Nordseesorte Brent kletterte zeitweise auf 117,45 US-Dollar je Barrel und schloss bei 116,72 Dollar – ein Tagesplus von 3 Prozent. Auf Wochensicht verzeichnete Brent einen Anstieg von über 6 Prozent.
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Für deutsche Autofahrer und Heizölkunden könnte der aktuelle Preisanstieg schon sehr bald spürbar werden: Die Bundesregierung hat die Energiesteuer auf Kraftstoffe bis Jahresende zwar gesenkt, doch Raffineriekosten, Wechselkurs und Nachfrage entscheiden über die Weitergabe. Ein dauerhaft höherer Rohölpreis würde die Heizkosten zusätzlich belasten. Entscheidend bleibt, ob sich die Konflikte ausweiten und größere Lieferausfälle eintreten.

Schon nach diesem Wochenende könnten die Spritpreise erneut steigen.

Krieg in Nahost erneut ein Grund für Teuerung

Der Hauptgrund für die Verteuerung: erneut die verschärfte Sicherheitslage im Nahen Osten. Die Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und den Huthi-Milizen aus dem Jemen nehmen zu. Saudi Aramco wies am Donnerstag seine Mitarbeiter an, die Zentrale in Dhahran zu räumen und remote zu arbeiten – die erste solche Maßnahme seit Beginn des Iran-Kriegs. Zuvor hatten Angriffe unter anderem den Flughafen Dammam und Ölanlagen getroffen. Zusätzlich meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate einen Ölteppich vor der Küste von Umm Al Quwain, der von einem zuvor beschädigten Tanker stammte und zu Strandschließungen führte.

Und in Libyen senkte die unbefugte Schließung eines Pipelineventils die Produktion an den Feldern Hamada und Tahara. Über die Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Öls fließt, bleiben die Risiken durch den eskalierenden Iran-Konflikt hoch.