Das Stadtgericht in Sofia gab einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft statt, wie eine Gerichtssprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das Satellitennetz Starlink ist ein strategisch wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung gegen Russlands Angriffskrieg.
Die Verdächtigen im Alter von 19 Jahren sollen laut Anklage am 9. Oktober acht Starlink-Antennen südlich von Sofia angezündet haben, wie die bulgarische Nachrichtenagentur BTA berichtete. Ihnen drohen Haftstrafen von drei bis zwölf Jahren. Die Verteidiger wollten die Entscheidung des Stadtgerichts in Sofia anfechten.
Mutmaßliche Täter kamen über Serbien
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Die beiden Verdächtigen waren laut Anklage als Touristen aus Serbien eingereist und bereits nach wenigen Stunden mit einem Auto mit deutschem Kennzeichen wieder nach Serbien zurückgekehrt. Der Leiter des bulgarischen Inlandsgeheimdienstes DANS, Plamen Tontschew, geht bei dem Brand in der Starlink-Anlage bei Sofia von Sabotage aus. "Derartige Sabotage-Akte sind auch in Zukunft nicht ausgeschlossen", warnte er in einer Fragestunde des Parlaments.
Am 23. September war in einer Bodenstation von Starlink südlich von Warschau ebenfalls ein Brand ausgebrochen. In der vergangenen Woche wurden in Nürtingen bei Stuttgart zwei mutmaßliche Saboteure festgenommen, die den Anschlag verübt haben sollen. Die Regierung in Warschau vermutet russische Geheimdienste hinter der Tat.