Nicht nur lästig

Stinkwanzen-Invasion deckt versteckte Mängel im Haus auf

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Im Herbst zieht es Stinkwanzen vermehrt in heimische Wohnungen. Die Insekten sind zwar völlig ungefährlich, können aber auf teure bauliche Mängel hinweisen.
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Wenn die Temperaturen in Österreich sinken, suchen Stinkwanzen einen warmen und trockenen Unterschlupf für den Winter. Oft finden sie diesen in Häusern und Wohnungen, sehr zum Leidwesen der Bewohner. Durch mildere Temperaturen fühlen sich in Mitteleuropa mittlerweile auch ursprünglich mediterrane Arten wohl. In Österreich gibt es etwa 800 verschiedene Wanzenarten, von denen einige besonders bekannt sind, wie die Grüne Reiswanze und die Marmorierte Baumwanze. Für Menschen sind die Tiere harmlos: Sie beißen nicht, übertragen keine Krankheiten und beschädigen weder Lebensmittel noch Möbel. Bei Gefahr sondern sie allerdings ein intensiv stinkendes Sekret ab.

Aussehen und Merkmale der Insekten

Die Grüne Stinkwanze ist an ihrem grünen Panzer gut zu erkennen. Im Herbst verfärbt sich dieser braun, was als Tarnung dient, bevor er im Frühjahr als natürlicher Schutzmechanismus gegen Fressfeinde wieder grün wird. Mit einer Größe von 12 bis 14 Millimetern werden sie oft übersehen. Ein Weibchen beginnt ab Mai mit der Eiablage und kann bis zu 450 Eier legen. Im Spätsommer suchen die jungen Wanzen dann nach Rückzugsorten.

Grüne Stinkwanze © Getty Images/iStockphoto

Warnzeichen für bauliche Mängel

Dass die Insekten überhaupt ins Innere gelangen, liegt oft an feinsten Ritzen oder Spalten an Fenstern, Dächern oder Rollladenkästen. Diese undichten Stellen sind nicht nur ein Einfallstor für die Krabbeltiere, sondern lassen auch wertvolle Heizwärme entweichen. Fachleute empfehlen daher, solche Schwachstellen sorgfältig mit Dichtungsmasse zu verschließen. Das stoppt die Tiere und hilft gleichzeitig dabei, eine negative Energiebilanz zu vermeiden.

Schonende Tipps für die Entfernung

Beim Beseitigen der Wanzen ist Vorsicht geboten. Wer sie zerdrückt oder mit dem Staubsauger einsaugt, riskiert unangenehme Geruchsfahnen im ganzen Raum, da das Sekret im Lüfter des Staubsaugers oder auf Polstern haften bleibt. Besser ist es, behutsam ein Glas über das Tier zu stülpen, ein Stück Papier unterzuschieben und es ins Freie zu tragen. Alternativ eignet sich auch ein weicher Handfeger für den Transport nach draußen.

So bleiben die Wanzen draußen

Um einem Befall vorzubeugen, sollten Fenster und Türen möglichst geschlossen gehalten oder mit engmaschigen Fliegengittern versehen werden. Da Licht die Tiere anzieht, ist es ratsam, beim abendlichen Lüften die Beleuchtung auszuschalten. Wer zügig handelt, verhindert größere Populationen im Wohnraum.