Bis zu 23.700 Euro

Stocker: Steuerbonus für alle Kinder

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Kanzler Christian Stocker (ÖVP) lässt mit einer neuen Forderung aufhorchen.
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Erst vor wenigen Wochen sorgte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) mit seinem Mütter-Sager für Aufregung. Kinderbetreuung sei für ihn "keine Arbeit", sagte er bei seiner Österreich-Tour. Für den Sager hat er sich entschuldigt - nun will offenbar auch Taten folgen lassen.

Rund um das ORF-"Sommergespräch" wartete der Kanzler mit einer neuen Forderung für Kinder und Familien auf. Im oe24.TV-"Sommergespräch" in der Vorwoche preschte er bekanntlich bereits mit zwei Ansagen - ein Staatsfonds für Pensionen sowie ein Verbot für den Politischen Islam - vor.

"Zukunftsdepot" für Kinder ohne KESt

Am Montag wollte Stocker nun ein "Zukunftsdepot" für Kinder präsentieren. Dieses soll bei teilnehmenden Banken für unter 18-Jährige eingerichtet werden können. Familien sollen bis zu 5.000 Euro jährlich einzahlen können und der Staat legt es am Kapitalmarkt an. Für die Auszahlung zum 18. Geburtstag soll es dann ein Steuerzuckerl geben: Der Nachwuchs soll das Geld entnehmen dürfen, ohne Kapitalertragsteuer (27,5 %) zahlen zu müssen.

Bis zu 23.700 Euro: So viel spart man sich

Klar ist: Wohlhabendere Familien, die mehr auf die Seite legen können, profitieren stärker. Das Kanzleramt rechnet vor: Wer beispielsweise 150 Euro im Monat, also 1.800 Euro im Jahr, einzahlt, hat bei einer durchschnittlichen Rendite rund 63.000 Euro am Konto. Die Steuerersparnis liegt bei rund 8.500 Euro.

Eine Familie, die den Höchstbetrag von 5.000 Euro pro Jahr ausreizt, hat zum 18. Geburtstag 175.000 Euro mit einer Steuerersparnis von 23.700 Euro.

Für die Rechenbeispiele wurde offenbar mit einer Rendite von rund sieben Prozent und einem Sparbeginn ab der Geburt gerechnet.