Trotz Traumstart
Sturm hinkt eigenen Ansprüchen hinterher
"Da brauchen wir auf jeden Fall eine bessere Leistung, sonst wird das sicher nichts werden", sagte Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch. Zu viele Fehler im Spiel mit dem Ball, zu wenig Ideen gegen den tief stehenden Gegner – und am Ende lautete sein ehrliches Fazit: "Wir haben uns nicht mehr verdient als den einen Punkt."
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Schon beim 1:1 zum Auftakt gegen die WSG Tirol hatte Sturm Probleme, tief stehende Mannschaften zu knacken. "Wir sind noch keine perfekte Mannschaft", räumte Ingolitsch ein. Für große Ziele habe man allerdings bereits "zu viel abgegeben". Gegen Rapid müsse daher eine deutliche Steigerung her.
Causa Massombo geht in die nächste Runde
Einziger Lichtblick gegen Lustenau war Ersatzkeeper Ammar Helac, den Ingolitsch als "unseren besten Spieler auf dem Platz" bezeichnete. Stammgoalie Daniil Chudjakow fehlte wegen Rückenproblemen, Untersuchungen sollen nun Klarheit über seine Ausfallzeit bringen.
Auch abseits des Rasens bleibt es spannend. In der Causa Yann Massombo erwartet Sturm Anfang der Woche neue Entwicklungen. Der Altach-Offensivmann hatte zuletzt nicht gegen Sturm antreten wollen, nachdem Ingolitsch ihn wegen eines möglichen Transfers kontaktiert hatte. Altach trainiert ihn seither individuell. Sturm-Präsident Christian Jauk sieht einem möglichen Verfahren gelassen entgegen und betont, man habe kein Angebot abgegeben.
Mitchell-Ersatz wird gesucht
Sportlich sucht Sturm weiter Verstärkung: Ein neuer Innenverteidiger soll den acht Millionen Euro teuren Abgang von Jeyland Mitchell zu Racing Straßburg kompensieren. Zudem wird ein Mittelfeldspieler gesucht. "Sollten noch zwei kommen, wäre das das Optimum", so Jauk.
Lustenau zeigte sich indes frech. Trainer Markus Mader sieht ein neues Selbstverständnis: Man wolle auch bei Topklubs mithalten. Nach vier Runden hält der Aufsteiger bei fünf Punkten, Rapid-Leihgabe Dominik Weixelbraun bereits bei drei Scorerpunkten. Fabian Gmeiner sprach sogar von einem "bemerkenswert" dominanten Auftritt in Graz.
Ein Wermutstropfen: Keeper Domenik Schierl fehlt nach Rot zumindest am Freitag gegen die WSG Tirol gesperrt. Sturm dagegen muss am Sonntag bei Rapid liefern – sonst wird aus dem kleinen Stotterstart langsam ein echtes Problem.