Zu Weihnachten

Super-El Niño: Experte warnt vor Winter-Knall

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Ein ungewöhnlich starker El Niño könnte die Wetterentwicklung im kommenden Winter durcheinanderbringen.
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Obwohl Langfristmodelle derzeit eher milde Monate erwarten, sieht Wetterexperte Dominik Jung auch Chancen auf Schnee rund um Weihnachten und Silvester. Für Österreich bleibt die Entwicklung allerdings offen.

Die Aussichten auf weiße Weihnachten könnten 2026 noch eine Überraschung bereithalten. Während viele Langfristmodelle für Dezember und Jänner Temperaturen über dem langjährigen Durchschnitt erwarten, könnte ein besonders starker El Niño die Wetterströmungen auf der Nordhalbkugel beeinflussen. Das könnte auch Auswirkungen auf Österreich haben.

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Polarwirbel

Wetterexperte Dominik Jung verweist in der Frankfurter Rundschau auf das große Überraschungspotenzial der aktuellen Entwicklung. Ein starker El Niño könne die Strömungsmuster verändern und den Polarwirbel anfälliger für Störungen machen. Dadurch könnten sich die Wetterverhältnisse innerhalb weniger Tage grundlegend ändern. Im Extremfall gelangt dann kalte Luft aus Russland oder Skandinavien nach Mitteleuropa.

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Die bisherigen Winter zeigen, wie unterschiedlich die Folgen ausfallen können. Der El-Niño-Winter 2015/16 brachte einen außergewöhnlich milden Dezember. Im Winter 2009/10 sorgten hingegen Schnee und anhaltender Frost für ganz andere Verhältnisse.

Wetter-Krimi

Für Österreich bedeutet das: Schnee zu Weihnachten oder Silvester ist durchaus möglich, lässt sich derzeit aber nicht verlässlich vorhersagen. Vor allem in den Alpen sind die Chancen auf eine geschlossene Schneedecke grundsätzlich besser als im Flachland. In tieferen Lagen hängt vieles davon ab, ob rechtzeitig kalte Luft einströmt und Niederschläge dazukommen.

Jung betont, dass sich erst etwa zehn Tage vor den Feiertagen seriöser abschätzen lasse, ob es tatsächlich für weiße Weihnachten reicht. Ein schneereicher Winter sei keineswegs sicher – das Potenzial für überraschende Wetterentwicklungen sei heuer aber besonders groß.