Berlin

Terror für Russland? Zwei Türken verhaftet

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Spezialeinheiten der Polizei haben auf Ersuchen polnischer Behörden in Deutschland zwei türkische Staatsbürger festgenommen: Sie stehen im Verdacht, Ende September eine Starlink-Bodenstation in der zentralpolnischen Region Masowien in Brand gesetzt zu haben.
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Polens Ministerpräsident Donald Tusk machte die Festnahmen am Montag auf X öffentlich und sprach von einem "weiteren Akt hybrider Kriegsführung".

Die beschädigte Anlage des staatlichen Betreibers Exatel in der Nähe von Warschau (Wola Krobowska) dient unter anderem der Weiterleitung von Internetdaten Richtung Ukraine und wird auch von der ukrainischen Armee genutzt. Das Feuer erfasste die Stromversorgung und einen Notstromgenerator und verursachte Störungen bei Nutzern und Institutionen. Der polnische Digitalminister Krzysztof Gawkowski bezeichnete den Anschlag als gezielt geplant, um die Station außer Betrieb zu setzen.

SEK-Zugriff in Berlin

Tomasz Siemoniak, Minister für die Koordinierung der Geheimdienste, erklärte in Warschau, man habe "keine Zweifel", dass russische Dienste hinter der Tat stehen. Diese griffen zunehmend auf Personen aus dem kriminellen Milieu zurück. Die beiden Verdächtigen sollen in Polen wegen Sabotage im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes angeklagt werden; Polen hat die Auslieferung beantragt.

In der Nacht zum Dienstag kam es nun einen SEK-Zugriff in Berlin-Staaken am Blasewitzer Ring, bei dem ein mutmaßlicher Helfer festgenommen wurde. Ein weiterer Verdächtiger wurde in Nürtingen festgenommen. Die Ermittlungen führen damit direkt nach Deutschland. Die russische Botschaft in Warschau äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.