Heizkosten sparen

Thermostat-Stufen: Welche Raumtemperatur wirklich dahintersteckt

© Getty Images
Die Zahlen am Heizkörperthermostat stehen nicht für Grad Celsius. Wer das Prinzip kennt, kann beim Heizen unnötigen Energieverbrauch vermeiden.
Zur Vollversion des Artikels

Die Ziffern eins bis fünf auf einem Heizkörperthermostat sorgen häufig für Missverständnisse. Sie zeigen keine konkreten Temperaturen in Grad Celsius an, sondern stehen für eine bestimmte Ventilöffnung, die einer Raumtemperatur entspricht. Wer beispielsweise glaubt, Stufe drei bedeute drei Grad, kann dadurch unnötig hoch heizen.

Jede Stufe hat Bedeutung

Nach Angaben der Verbraucherzentrale entspricht Stufe 1 einer Raumtemperatur von etwa 12 Grad Celsius. Zwischen den einzelnen Stufen liegen jeweils rund vier Grad, die kleinen Striche dazwischen markieren jeweils ein Grad. Stufe 2 steht demnach für etwa 16 Grad und wird typischerweise für Schlafzimmer empfohlen.

Die mittlere Position, Stufe 3, entspricht etwa 20 Grad Celsius. Diese Temperatur gilt als Normaltemperatur für Wohn- und Arbeitszimmer. Stufe 4 steht für rund 24 Grad, Stufe 5 für Werte um 28 Grad. Letztere Einstellung gilt als verschwenderisch warm.

Die genaue Zuordnung kann je nach Hersteller leicht variieren. Das Grundprinzip bleibt jedoch gleich: Das Thermostatventil reguliert den Durchfluss des Heizungswassers durch den Heizkörper. Je höher die Stufe eingestellt ist, desto weiter öffnet sich das Ventil und desto mehr warmes Wasser fließt durch den Heizkörper.

Ein Grad macht einen Unterschied

Wer die Thermostat-Stufen richtig einordnet, kann auch beim Energieverbrauch ansetzen. Laut Umweltbundesamt lässt sich der Heizenergieverbrauch durch eine Absenkung der Raumtemperatur um nur ein Grad Celsius um rund sechs Prozent reduzieren.

Wer deshalb unnötig auf Stufe 4 oder 5 heizt, obwohl Stufe 3 ausreicht, verbraucht entsprechend mehr Energie. Gerade bei hohen Energiepreisen kann sich dieser Unterschied bei den Kosten bemerkbar machen.

Nachts weniger heizen

Für die Nacht oder bei Abwesenheit empfiehlt es sich außerdem, die Thermostate auf Stufe 2 zurückzudrehen. Die Verbraucherzentrale rät, in ungenutzten Räumen 16 Grad beziehungsweise Stufe 2 nicht zu unterschreiten.

Ein vollständiges Abdrehen ist hingegen wenig sinnvoll. Das Wiederaufheizen eines ausgekühlten Raumes kostet mehr Energie, als durch ein moderates Absenken eingespart wird.

Das Thermostat kann damit mit einfachen Einstellungen dazu beitragen, den Energieverbrauch beim Heizen zu reduzieren. Entscheidend ist vor allem, die Zahlen am Regler nicht mit Temperaturen in Grad Celsius zu verwechseln.