Tiertransporte in Risiokogebiete stoppen!
Immer wieder rückt ein Thema in den Fokus internationaler Tierschutzorganisationen: der Transport lebender Tiere über große Distanzen – insbesondere durch Regionen, die von politischen Konflikten, Instabilität oder militärischen Auseinandersetzungen betroffen sind. Aktuell wächst der Druck auf die Europäische Union, solche Transporte in sogenannte Risikogebiete stärker zu regulieren oder ganz zu verbieten.
Animal Welfare Foundation und Welfarm haben eine Petition gestartet, die sich an die Europäische Kommission richtet. Die Forderung: ein konsequentes Verbot von Lebendtiertransporten in Regionen, in denen ein erhöhtes Risiko für Tiere, Transportpersonal und Umwelt besteht.
Verbond von Lebend-Tiertransporten gefordert
Der Anlass für die aktuelle Dringlichkeit ist unter anderem ein schwerer Vorfall vom 13. Mai 2026. Dabei kamen rund 4.000 Schafe und Ziegen ums Leben, als ein Tiertransportschiff vor der Küste Omans sank. Das Schiff, das unter indischer Flagge unterwegs war, war laut Berichten aus Somaliland in Richtung Vereinigte Arabische Emirate unterwegs. Während sich die 14-köpfige Besatzung retten konnte, waren die Tiere auf dem Schiff eingeschlossen und hatten keine Überlebenschance.
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Tierschutzorganisationen wie Vier Pfoten weisen darauf hin, dass dieser Vorfall kein Einzelfall ist, sondern die strukturellen Risiken solcher Transporte deutlich macht. Neben akuten Gefahren wie Unfällen, Verzögerungen auf See, Hafenblockaden, extreme Temperaturen und unzureichende Versorgung verschärfen Angriffe in Risikogebieten das Leiden der Tiere erheblich.
Kritiker der aktuellen Praxis argumentieren, dass die geltenden EU-Regeln zwar grundsätzlich das Tierwohl schützen sollen, in der Realität jedoch nicht ausreichend greifen, wenn Transporte durch Krisen- und Kriegsregionen führen oder dorthin geplant sind. Genau hier setzt die Petition an: Die Europäische Kommission soll bestehende Regelungen verschärfen und Exporte in Hochrisikogebiete konsequent untersagen.
Nach Angaben der Initiatoren haben bereits über 42.000 Menschen die Petition unterzeichnet. Am Montag, den 8. Juni wurden die Unterschriften offiziell übergeben. Für die Unterstützer ist dies ein entscheidender Moment, um politischen Druck aufzubauen und das Thema stärker in die europäische Gesetzgebung einzubringen.
Gerade jetzt, wo auf EU-Ebene auch die Tiertransport-Verordnung novelliert werden soll, ist es wichtig, den Wunsch nach weniger Tiertransporten zu äußern. Immer mehr Menschen sprechen sich eindeutig gegen Tiertransporte aus. Umso wichtiger ist es, jetzt mit einer Unterschrift die Petition zu unterstützen.
Auch du kannst dich beteiligen: www.animal-welfare-foundation.org