6,2 Mio. Ankünfte
Tirol-Sommersaison mit Plus: 21,4 Millionen Nächtigungen
Die Tiroler Sommersaison 2026 weist vorerst (per Ende September) ein klares Plus auf. Die Nächtigungsbuchungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent auf 21,4 Millionen. Die Gästeankünfte erhöhten sich um 4,8 Prozent auf 6,2 Millionen. Aktuelle Herausforderung sei, dass Buchungen immer kurzfristiger erfolgen, so die Tirol Werbung. Für den Winter liege man noch leicht hinter dem Vorjahr, angesichts der "angezuckerten Berge" blicke man aber optimistisch in die Saison.
Plus von 2,4 Prozent
Obwohl die im April beginnende Sommersaison noch offiziell bis Ende Oktober geht, zeige sich die erfreuliche Lage schon jetzt, wurde bei der Bilanzpressekonferenz der Tirol Werbung am Donnerstag mitgeteilt. Man verwies auch auf die Wertschöpfung von 2,7 Mrd. Euro. Dies sei "ein Höchstwert" und entspreche einem Wachstum von 2,4 Prozent. "Mit den aktuellen Nächtigungszahlen von 21,4 Millionen nähern wir uns an die Werte der frühen 1990er-Jahre", informierte Tourismuslandesrat Mario Gerber (ÖVP). Vor allem das Außerfern stach mit einem Plus von zehn Prozent bei den Nächtigungen positiv hervor, aber auch der Städtetourismus in den Bezirkshauptstädten konnte im Sommer punkten. Immer mehr spiele die sogenannte "Coolcation" eine Rolle - also die Entscheidung, wegen des kühleren Klimas in Tirol Urlaub zu machen. Wermutstropfen bleibe die durchschnittliche Aufenthaltsdauer mit 3,4 Tagen - sie liegt damit um 0,1 Tag unter dem Vorjahr.
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Vier Kernmärkte
Vier Kernmärkte machen mehr als 80 Prozent aller Nächtigungen aus. Der größte Markt ist dabei der deutsche mit 57 Prozent. Deutsche Gäste brachten es auf 12,2 Millionen Nächte in Tirol - ein Plus von zwei Prozent. Es zeigte sich außerdem, dass auch Österreicher gerne im eigenen Land Urlaub machen: "Den größten Anteil an den rot-weiß-roten Nächtigungen steuern die Tiroler Gäste mit 390.000 bei", verwies Tirol-Werbung-Geschäftsführerin Karin Sailer auf den heimischen Markt. Deutlich gewachsen sei der Herkunftsmarkt Niederlande: Mit 1,8 Millionen Übernachtungen liege dieser um 9,8 Prozent über dem Vorjahr. "Die Niederländer lieben Tirol", waren die Zahlen für Seiler auch ein Werbungserfolg. Als vierter Kernmarkt kam das Herkunftsland Schweiz auf eine Million Übernachtungen, ein Plus von 2,5 Prozent.
Short-Term-Rental-Verordnung kommt
Thematisiert wurde bei dem Pressegespräch auch das Verbot der Kurzzeitvermietung, die von der EU vorgeschriebene sogenannte "Short-Term-Rental-Verordnung", welche im Dezember-Landtag behandelt werden wird. Neben Wien ist Tirol das erste Bundesland, das diese umsetzen wird. Wer eine Unterkunft auf Online-Buchungsplattformen weniger als ein Jahr vermieten möchte, muss sich digital registrieren und erhält dafür eine eigene Registrierungsnummer. Hotels oder private Ferienwohnungsanbieter mussten sich bereits bisher bei ihrem zuständigen Tourismusverband registrieren - neu ist, dass die Registrierungsnummern künftig mit den Online-Buchungsplattformen abgeglichen werden. "Der Tiroler Tourismus bekennt sich zu leistbarem Wohnraum", sagte Gerber dazu.