Erneut ereigneten sich schreckliche Szenen bei einem längst nicht mehr zeitkonformen Stierlauf. Das traditionelle Festival in Huamantla, östlich von Mexiko-Stadt gelegen, hat heuer ein verheerendes Ende genommen. Bei der als mexikanische Version von Pamplonas berühmtem Stierlauf bekannten Veranstaltung wurden insgesamt 21 ausgewachsene Kampfstiere in die Straßen gelassen. Die aufgepeitschten Tiere jagten durch die engen Gassen und wirbelten Schaulustige wie leblose Puppen durch die Luft. Für zwei Männer endete das Spektakel tödlich, während elf weitere Personen zum Teil lebensgefährliche Verletzungen erlitten.
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Zu den Todesopfern zählt Juan Manuel Filomeno Herrera. Er stammte direkt aus der Region und verlor während des Stierlaufs das Gleichgewicht. Nach seinem Sturz wurde er von einem der Stiere attackiert. Er erlitt schwerste Kopf- und Brustverletzungen, denen er noch vor Ort erlag. Das zweite Opfer ist Luis Xolocotzi Ramirez. Er erlitt einen Schädelbruch sowie eine schwere Pfählungsverletzung im Brustbereich. Ramirez musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Spital geflogen werden, erlag dort jedoch wenig später seinen schweren Verletzungen.
Touristin unter den Verletzten
Unter den Verletzten befindet sich auch eine US-Bürgerin aus dem Bundesstaat Texas, die nach schweren Attacken stationär im Spital behandelt werden muss. Augenzeugen berichten von dramatischen Szenen, die sich in den Straßen abspielten. Eine Frau wurde von einem der massiven Tiere meterhoch in die Luft geschleudert und erlitt dabei schwere Gesichtsverletzungen.
Unter den Verletzten befindet sich auch eine US-Bürgerin aus dem Bundesstaat Texas, die nach schweren Attacken stationär im Spital behandelt werden muss. Augenzeugen berichten von dramatischen Szenen, die sich in den Straßen abspielten. Eine Frau wurde von einem der massiven Tiere meterhoch in die Luft geschleudert und erlitt dabei schwere Gesichtsverletzungen.
Ein Video zeigt den Überlebenskampf der Frau (oe24 stellt es bewusst nicht in diesem Artikel zur Schau). Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie sie verzweifelt versucht, dem heranstürmenden Stier zu entkommen. Das Tier erfasste sie jedoch mit den Hörnern und schleuderte sie über seinen Rücken. Sie schlug hart auf dem Asphalt auf, woraufhin der Stier erneut auf sie losging und sie ein zweites Mal umwarf. Wie durch ein Wunder gelang es ihr, wieder auf die Beine zu kommen und sich in Sicherheit zu bringen.
Auch die Todesopfer sind zu sehen
Weitere Videos zeigen das grausame Schicksal eines der getöteten Männer, der von einem Stier regelrecht durch die Luft geworfen und weggeschleift wurde. Diese brutalen Szenen haben eine hitzige Debatte über den Sinn und die Sicherheit solcher Veranstaltungen entfacht. Seit nunmehr acht Jahren hatte es bei dem Festival keine Todesfälle mehr gegeben, was die aktuelle Tragödie umso schockierender macht.
In den sozialen Netzwerken wächst der Unmut über die Fortführung dieser gefährlichen Tradition. Ein lokaler Bewohner namens Bruno Gonzalez teilte ein Bild des verstorbenen Juan und hinterfragte die Veranstaltung kritisch: "Ab welchem Punkt wird Tradition zu Gedankenlosigkeit, Gewalt und Fahrlässigkeit? Und wenn sie das wird, ist es das dann wert, über die Zeit aufrechterhalten zu werden? Möge er in Frieden ruhen."