Epidemie

Todes-Seuche: Fast jeder Zweite stirbt am Ebola-Virus

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Behördenangaben zufolge liegt die Todesrate derzeit bei 43,9 Prozent
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Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo dehnt sich weiter aus. 1.405 Menschen sind seit Ende April nachweislich an dem Virus gestorben, wie aus Zahlen der kongolesischen Gesundheitsbehörden hervorgeht. Die Zahl der im Labor bestätigten Infektionen stieg auf 3.200 an. Den Behördenangaben zufolge liegt die Todesrate derzeit bei 43,9 Prozent - das bedeutet, fast die Hälfte aller nachgewiesenen Ansteckungen endete tödlich.

Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer an Infektionen aus, die bisher nicht erkannt oder nicht gemeldet wurden. Angenommen wird, dass die Krankheit sich im Frühjahr im Ostkongo wochenlang unbemerkt ausbreiten konnte. Konflikte mit bewaffneten Gruppen sowie großes Misstrauen gegenüber den Helfern erschweren die Eindämmung.

Bisher wurden in fünf der 26 Provinzen des 116-Millionen-Einwohner Landes Ebola-Infektionen registriert, wobei die nordöstliche Provinz Ituri als Zentrum des Ausbruchs ausgemacht wurde. Ituri grenzt an Uganda und den Südsudan. In Uganda gab es ebenfalls Ebola-Fälle, von denen mindestens zwei tödlich ausgingen.

Drittschwerste Ebola-Epidemie

Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und insbesondere Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bisher weder einen speziellen Impfstoff noch eine gezielte Therapie gibt. Seit Anfang Juli läuft die klinische Testphase zweier antiviraler Therapieverfahren.

In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einer Ebola-Epidemie in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben. Beim zweitschwersten erfassten Ausbruch von 2018 bis 2020 im Ostkongo starben rund 2.300 Menschen. Gemessen an den Opferzahlen handelt es sich nun um die drittschwerste Ebola-Epidemie seit Beginn der Aufzeichnungen.