Warnung

Top-Polizist mit Botschaft an Randalierer: "Keine Gnade"

© IMAGO/Independent Photo Agency I
Auch in Deutschland wächst die Sorge vor schweren Krawallen. Sicherheitsbehörden befürchten unberechenbare Ausschreitungen durch gewaltbereite Gruppen.
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Am Samstag, 31. Oktober, sind bundesweit Proteste unter dem Motto "GenZ regelt" angekündigt. Während Szenen aus Frankreich mit brennenden Autos, verwüsteten Geschäften und Angriffen auf Einsatzkräfte als Warnung dienen, befürchtet die deutsche Polizei die Unberechenbarkeit der bevorstehenden Aktionen. Unter den Teilnehmenden befinden sich auch gewaltbereite Extremisten. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke (42), hat mit der deutschen Bild gesprochen und erklärt: "Was mir die Hundertschaften aktuell spiegeln, ist, dass man nicht richtig greifen kann, was passieren wird". Deutschland müsse die Lage ernst nehmen, da Straßenschlachten wie in Frankreich aus der Vergangenheit bekannt seien. Kopelke verweist hierbei auf Ereignisse wie G20 in Hamburg, Leipzig-Connewitz und die Rigaer Straße in Berlin.

Digitale Aufrufe für neue Proteste

Während Anlässe wie der 1. Mai oder Silvester in der Vergangenheit durch massiven Polizeieinsatz unter Kontrolle gebracht werden konnten, unterscheidet sich die neu angekündigte Protestwelle. In den sozialen Medien kursieren Flyer für Aktionen an mehreren Orten. Ursprünglich in neun Städten geplant, kommen stetig neue Orte hinzu. Kopelke sieht genau hier die Gefahr: "Wir könnten im schlimmsten Fall in mehreren Städten Deutschlands und Europas gleichzeitig und digital gesteuert von mehreren Seiten gewaltbereite Mobilisierung erfahren."

Ausschreitungen in Paris © IMAGO/ZUMA Press Wire

Gewaltbereite Gruppen in Problemstadtteilen

Obwohl sich die Initiative "Gen Z regelt" offiziell von Gewalt abgrenzt, setzt sich die potenzielle Krawallszene laut GdP aus verschiedenen Gruppen zusammen. Neben Linksextremisten und islamistischen Gruppen handle es sich um Personen, die Videos von Steinwürfen auf die Polizei bei TikTok posten wollten. Kopelke betont: "Das sind junge Krawallmigranten, die Bock auf Gewalt gegen die Polizei haben. Die müssen wir im Zaum halten und die dürfen auch keine Gnade von uns erwarten". Auch die Pro-Palästina-Szene wird sich voraussichtlich an den Protesten beteiligen. Obwohl Kundgebungen für große öffentliche Plätze wie das Brandenburger Tor in Berlin, den Marienplatz in München oder den Rathausplatz in Hamburg angekündigt sind, erwartet die Polizei gewaltsame Aktionen abseits davon in bekannten Problemstadtteilen.