Nicht Timmy

Toter Wal mit LKW abtransportiert

© AFP
Trauriger Vorfall an Frankreichs Küste: Ein gestrandeter, zehn Meter langer Finnwal ist auf der Insel Ré verendet. Die anschließende Blitz-Beseitigung sorgt nun international für Staunen.

Das weibliche Tier wurde am Freitagnachmittag vor der Küste entdeckt und strandete schließlich am Freitagabend in Rivedoux-Plage.

"Ein außergewöhnliches Ereignis"

Obwohl der Wal zunächst noch am Leben war, kam jede Hilfe zu spät. . Jean-Roch Meslin vom nationalen Strandungsnetzwerk erklärte der Nachrichtenagentur AFP: "Ein außergewöhnliches Ereignis". Der Finnwal gilt nach dem Blauwal als die zweitgrößte Walart der Welt.

© AFP
© AFP

Keine Rettung mehr möglich

"Das Tier wurde lebend an den Strand gespült, starb aber noch in der Nacht, da Rettungsmaßnahmen unmöglich waren," erklärte Meslin weiter. Um die genaue Ursache für das Verenden des riesigen Meeressäugers zu klären, hat die zuständige Präfektur bereits eine Obduktion angekündigt.

© AFP

Kadaver in Blitz-Aktion beseitigt

Nach dem Tod des Wales ging alles extrem schnell. In einer spektakulären Aktion, die keine 24 Stunden dauerte, war der zwölf Tonnen schwere Koloss bereits wieder verschwunden. Schweres Gerät rückte direkt an der Küste an, um das Tier mit einem Kran auf einen Laster zu hieven. Dass die gewaltige Schwanzflosse dabei über den Asphalt schleifte, blieb am Ende nur eine Randnotiz für die Beteiligten.

© AFP

Schnelles Handeln verhindert Probleme

Die rasche Beseitigung hatte für die Verantwortlichen vor Ort oberste Priorität, um hygienische Probleme sowie eine enorme Geruchsbelästigung von vornherein zu vermeiden. Das Vorgehen sorgt vor allem beim deutschen Nachbarn für großes Erstaunen. Es zeigt deutlich, wie sich solche schwierigen Situationen auch ganz ohne tagelange Debatten unkompliziert meistern lassen.