Keine Begründung
Trump behauptet: Präsidentenwahl in Brasilien war "manipuliert"
"Ich habe zwar keine Partei ergriffen, aber es wirkte wie eine weitere manipulierte Wahl", sagte er vor Journalisten nahe Washington. "Wissen Sie, Wahlen müssen unanfechtbar sein, und für mich sah es sehr schlecht aus", führte er fort. Auf welcher Grundlage Trump Zweifel an dem Wahlergebnis habe, ließ er offen.
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Zuvor hatte das Oberste Wahlgericht Brasiliens den 80-jährigen Linkspolitiker Lula mit 51,8 zu 48,2 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger erklärt. Allerdings will Lulas rechter Herausforderer Flávio Bolsonaro das Ergebnis nicht anerkennen. Wegen einer kurzfristig um zwei Stunden verlängerten Öffnungszeit der Wahllokale werde er juristische Schritte einlegen, kündigte der Sohn des unter Hausarrest stehenden Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro an.
Das Verhältnis zwischen Lula und Trump gilt als schwierig. Der Republikaner hatte sich klar hinter Ex-Präsident Jair Bolsonaro gestellt und dessen Verurteilung wegen seiner Beteiligung an einem versuchten Staatsstreich zu mehr als 27 Jahren Haft scharf kritisiert. Während Trump Flávios Vater Jair Bolsonaro als politischen Verbündeten unterstützte, hielt er sich bei dessen Sohn im Wahlkampf öffentlich zurück.
Politischer und wirtschaftlicher US-Druck auf Brasilien
Zugleich hat Trumps Regierung politischen und wirtschaftlichen Druck auf Brasilien ausgeübt. Die USA verhängten zusätzliche Zölle auf brasilianische Waren. Am Montag erklärte Trump jedoch auch, er mögen den linken Amtsinhaber und komme gut mit ihm aus.
Der 80-jährige Lula tritt damit seine vierte Amtszeit an. Sein Kontrahent war der Sohn des inhaftierten früheren Präsidenten Jair Bolsonaro, ein Verbündeter Trumps. Flavio Bolsonaro weigerte sich zunächst, seine Niederlage einzugestehen. Er kündigte an, eine Annullierung der Abstimmung zu beantragen, da die Öffnungszeiten der Wahllokale um zwei Stunden verlängert worden waren. Lulas Wahlerfolg bremst den Vormarsch der Rechten in Lateinamerika.