Nahost

Trump kündigt weitere Angriffe auf den Iran an

© APA/AFP/AARON SCHWARTZ
"Wir werden sie sehr hart treffen", sagte er bei einer Kabinettsitzung am Freitag.
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US-Präsident Donald Trump hat weitere Angriffe auf den Iran angekündigt. "Wir werden sie sehr hart treffen", sagte er bei einer Kabinettsitzung am Freitag auf dem Landsitz Camp David, angesprochen auf die nächsten vier Wochen. Trump selbst nannte keinen Zeitrahmen und wurde auch sonst nicht konkret. Der Iran hatte in der Nacht auf Freitag US-Militärstützpunkte angegriffen. Die Armee habe Ziele in Kuwait und Bahrain mit Drohnen angegriffen, hieß es in Mitteilungen vom Militär.

"Wissen Sie, irgendwann werden sie es nicht mehr aushalten können", sagte Trump. Der Iran hätte nach den bisherigen Angriffen noch etwas militärische Kapazitäten, bald jedoch nicht mehr, betonte er. In der vergangenen Nacht hatte das US-Militär keine neuen Angriffe auf den Iran gemeldet. Mit Blick auf diplomatische Bemühungen zur Beilegung des Kriegs gab Trump sich frustriert. Die Iraner hielten sich oft nicht an das Verabredete und würden Gesprächsinhalte öffentlich falsch darstellen, kritisierte er erneut. "Alles, was sie tun, ist, mich wütend zu machen."

Unterdessen hinderte die iranische Revolutionsgarde zwei Tanker an der Durchfahrt der Straße von Hormuz. Dies meldete die staatliche Nachrichtenagentur Fars. Vier weitere Tanker hätten umgedreht. In Kuwait sei der Stützpunkt Ahmad Al Jaber Ziel der iranischen Angriffe gewesen. Dies berichteten iranische Staatsmedien unter Berufung auf die Armee. Der Angriff sei eine Antwort auf die jüngsten Attacken der USA auf ein Wohnhaus auf der Insel Qeshm und andere Ziele im Iran.

Reaktionen aus Kuwait

Die kuwaitischen Streitkräfte gaben am Freitag an, iranische Drohnen abgefangen zu haben. Sie sollen auf militärische und andere wichtige Einrichtungen gerichtet gewesen sein, so eine Mitteilung des Verteidigungsministeriums. Durch herabfallende Trümmer soll es demnach zu Sachschäden gekommen sein - Menschen seien aber nicht verletzt worden.

Das kuwaitische Außenministerium verurteilte die Angriffe scharf. Diese stellten "einen eklatanten Verstoß gegen die Souveränität des Staates Kuwait, eine direkte Bedrohung für seine Sicherheit und Stabilität sowie einen schweren Verstoß gegen die Regeln des Völkerrechts" dar, so eine Mitteilung.

Kuwait und andere Staaten in der Golfregion, die Einrichtungen des US-Militärs beherbergen, sind seit Beginn des Iran-Kriegs im Februar wiederholt zum Ziel iranischer Angriffe geworden. Erst am Donnerstag hatte die Regierung in Kuwait einen Toten bei einem Angriff gemeldet. Getroffen worden war dabei demnach das Gebäude einer chinesischen Firma.