Die Mission gibt weiter Rätsel auf. Sicher ist: Ratcliffe traf Vertreter der russischen Geheimdienste. Die Gespräche standen offenbar im Zeichen des Ukraine-Krieges und der angespannten Beziehungen zwischen Washington und Moskau und wurden wohl auch von US-Präsident Donald Trump autorisiert.
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Putin unter Druck
Besonders brisant ist nun ein neuer Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Demnach soll Ratcliffe dem Kreml und damit Putin eine düstere Einschätzung der US-Geheimdienste überbracht haben: Russlands Wirtschaft könne den Krieg langfristig nicht verkraften. Die Botschaft an Moskau habe deshalb gelautet: Verhandelt! Ansonsten drohe Russland langfristig ein Zusammenbruch wie damals die Sowjetunion. Öffentlich bestätigt ist diese Darstellung bislang allerdings nicht.
Fest steht, dass Russlands Wirtschaft unter Druck steht. Die Einnahmen aus Öl und Gas gingen in den ersten acht Monaten 2026 deutlich zurück. Gleichzeitig belasten hohe Zinsen und die weiterhin hohen Staatsausgaben den Haushalt. Für 2027 plant Moskau erneut massive Militärausgaben.
Verhandlungen
Auch andere Berichte nennen eine mögliche diplomatische Botschaft der Reise. Ratcliffe soll über Wege gesprochen haben, die festgefahrenen Verhandlungen über den Ukraine-Krieg wieder in Gang zu bringen. Zudem soll Washington Moskau vor einer weiteren Eskalation gewarnt haben.
Die geheime Reise zeigt damit vor allem eines: Trotz des Krieges halten Washington und Moskau über ihre Geheimdienste wichtige Gesprächskanäle offen. Welche Botschaft Ratcliffe tatsächlich im Detail überbrachte, bleibt vorerst geheim.