Signal an Kim
Trump sorgt für neues Korea-Beben
Zur Begründung habe Washington auf Engpässe bei den eigenen Truppenkapazitäten wegen des Krieges im Iran verwiesen, teilte die südkoreanische Marineinfanterie am Montag mit. Die US-Marineinfanterie habe ihre südkoreanischen Kollegen bereits im Juni darüber informiert, dass für das als "Ssangyong" bekannte Manöver auf Divisionsebene nicht genügend Streitkräfte zur Verfügung stünden.
Beide Verbündeten seien in enger Abstimmung über eine Wiederaufnahme der Übungen. Die US-Streitkräfte in Südkorea äußerten sich zunächst nicht dazu. Geplant waren Landungsübungen mit Amphibienfahrzeugen.
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Die Absage folgt auf die überraschende Anordnung von US-Präsident Donald Trump, ein jährliches Militärmanöver zu reduzieren. Die Übungen endeten bereits am vergangenen Freitag. Ursprünglich sollten sie bis zum 27. August gehen. Trump begründete diesen Schritt mit den Kosten und der Weigerung der Regierung in Seoul, sich am Krieg im Iran zu beteiligen.
Signal an Nordkorea
Trumps Vorgehen wurde auch als Signal an Nordkorea angesehen. Damit wolle der US-Präsident den Weg für ein mögliches neues Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bereiten, hieß es aus Südkorea.
Ungeachtet des früheren Endes des Manövers feuerte Nordkorea in der vergangenen Woche zehn ballistische Kurzstreckenraketen ab und verurteilte die Übungen. Die Regierung in Pjöngjang kritisiert solche gemeinsamen Militärmanöver seit langem als Proben für eine Invasion.