Leavitt tritt zurück
Trump verliert seine wichtigste Stimme im Weißen Haus
USA. Wie US-Präsident Donald Trump am Mittwoch bekannt gab, wird Karoline Leavitt ihre Position als Sprecherin des Weißen Hauses Ende des Monats aufgeben. Mit ihren 28 Jahren schreibt sie Geschichte als die jüngste Person, die jemals dieses Amt in den Vereinigten Staaten bekleidete.
Auch interessant
Rücktritt aus familiären Gründen
Der Grund für ihren Abschied aus der Regierung ist rein privater Natur. Laut Trump legt sie ihr Amt nieder, um "mehr Zeit mit ihren wunderschönen kleinen Kindern und ihrer Familie zu verbringen".
Leavitt war erst vor gut einem Monat aus der Babypause zurückgekehrt. Am 1. Mai hatte die 28-Jährige ihr zweites Kind zur Welt gebracht, eine Tochter.
Beraterin für die nächsten Wahlen
Ganz aus der US-Politik zieht sich die 28-Jährige aber nicht zurück. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, dass Karoline Leavitt künftig eine seiner wichtigsten externen Beraterinnen sein wird. Sie soll zudem eine einflussreiche Stimme innerhalb der Republikanischen Partei bleiben. Das klare Ziel dieser neuen Rolle ist es laut dem US-Präsidenten, der Geschichte zu trotzen und die "Zwischenwahlen endgültig zu gewinnen".
Die Nachfolge im Weißen Haus war zunächst unklar. In Leavitts Babypause von April bis Juli hatte ihre erste Stellvertreterin Anna Kelly die Pressebriefings im US-Regierungszentrum geleitet.
Bei Medienvertretern umstritten
Leavitt ist mit dem 32 Jahre älteren Immobilienunternehmer Nicholas Riccio verheiratet. Ihr Sohn Nicholas war im Juli 2024 während des Präsidentschaftswahlkampfs von Trump auf die Welt gekommen. Damals kehrte sie schon wenige Tage nach der Geburt auf ihren Posten zurück.
Leavitt ist bei Medienvertretern umstritten. Sie greift bei ihren Briefings im Weißen Haus regelmäßig Journalistinnen und Journalisten an und wirft ihnen bei kritischer Berichterstattung über Präsident Trump "Lügen" und Verbreitung von "Fake News" vor. Unter ihrer Leitung wurde der Zugang für eine Reihe renommierter Medien eingeschränkt, dafür wurden Trump-freundliche Influencer und Podcaster in den Pool aufgenommen. Von dem Ausschluss betroffen war unter anderem die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP).