Nach CIA-Bericht

Tusk spricht über Angriffsrisiko auf Nato-Gebiet

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Polens Ministerpräsident Donald Tusk warnt nach einem CIA-Bericht vor Drohnen- und Raketeneinschlägen auf Nato-Gebiet. Er fordert Europa auf, sich wegen Russlands Taktik auf schwierige Monate einzustellen.
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Polens Regierungschef Donald Tusk warnt unter Berufung auf den CIA-Chef vor Gefahren, die über den Ukraine-Krieg hinausgehen. Bei einer Konferenz der Visegrád-Staaten (V4: Polen, Slowakei, Tschechien, Ungarn) in Bratislava forderte er Europa auf, sich an der EU-Ostflanke auf verschiedene Szenarien einzustellen.

Drohung durch hybride Angriffe

Ein paar Tage später konkretisierte Tusk die Geheimdiensterkenntnisse im polnischen Parlament: Der Kreml plane, die ukrainische Wirtschaft und Logistik zu zerstören und zeitgleich Nato-Staaten im Osten hybrid unter Druck zu setzen.

Tusk erklärte laut "Bild": "Es gibt ein reales Risiko, dass Drohnen oder andere Arten von Raketen auf das Territorium eines oder mehrerer Nato-Länder an der Ostflanke fliegen und sogar Schäden verursachen."

Die Strategie des Kremls

Tusk geht davon aus, dass Wladimir Putin Vorfälle als "Unfälle" herunterspielen wird, um Nato-Reaktionen zu vermeiden. Parallel rechnet er mit anhaltenden Angriffen auf ukrainische Städte, Logistikzentren und das Bahnnetz.

Eskalation im Grenzgebiet

Die Warnungen folgen auf konkrete Vorfälle: Nahe dem Grenzübergang Dorohusk–Jahodyn traf eine russische Drohne einen Zug der Strecke Kiew–Warschau, zudem stiegen wegen eines Alarmfalls polnische F-16-Kampfjets auf.

Polens Außenminister Radosław Sikorski betonte mit Blick auf das militärische Potenzial: "Wenn Russland uns angreifen würde und wir die Handschuhe ausziehen würden, glaube ich, dass wir Russland ziemlich schnell besiegen würden."

Polen ist durch seine Lage an den Grenzen zu Russland und Belarus eine zentrale Drehscheibe für westliche Hilfslieferungen für die Ukraine.