Wintervorbereitung

Über 20 Grad: Diese Gartenarbeiten sollten Sie jetzt lieber noch nicht machen

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Der Herbst ist da, doch das Wetter fühlt sich vielerorts noch nach Spätsommer an. Die ungewöhnlich warmen Temperaturen können Hobbygärtner allerdings in Versuchung bringen, den Garten schon komplett winterfest zu machen. Genau das ist jetzt bei einigen Pflanzen keine gute Idee.
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Oktober bedeutet normalerweise: Laub sammeln, Stauden zurückschneiden, Kübelpflanzen einräumen und den Garten auf den Winter vorbereiten. Doch wenn die Temperaturen noch deutlich über 20 Grad klettern, läuft die Natur vielerorts einfach weiter. Wer jetzt zu eifrig mit Gartenschere und Dünger hantiert, kann Pflanzen deshalb sogar schaden.

Jetzt nicht alles radikal zurückschneiden

Nur weil der Kalender Oktober zeigt, muss nicht jede verblühte Staude sofort verschwinden. Viele Pflanzen profitieren davon, wenn ihre vertrockneten Stängel und Blätter über den Winter stehen bleiben. Sie schützen die unterirdischen Triebknospen und bieten außerdem Insekten und anderen Tieren Unterschlupf. Gerade bei Fetthenne und vielen Ziergräsern lohnt es sich deshalb, noch etwas Geduld zu haben. Außerdem sehen die Samenstände im Winter oft dekorativ aus.

Auch bei Rosen nicht übertreiben

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Ein starker Rückschnitt im Herbst ist bei Rosen nicht grundsätzlich notwendig. Gerade wenn die Pflanzen bei milden Temperaturen noch wachsen, sollte man nicht einfach alle Triebe radikal einkürzen. Ein leichter Rückschnitt kann in manchen Fällen sinnvoll sein, der eigentliche stärkere Schnitt erfolgt bei vielen Rosenarten besser zu einem geeigneteren Zeitpunkt.

Nicht einfach jetzt noch einmal kräftig düngen

Bei Temperaturen über 20 Grad kann es verlockend sein, Pflanzen noch einmal einen ordentlichen Wachstumsschub zu verpassen. Bei vielen Pflanzen ist zusätzliche Düngung im Herbst aber nicht mehr sinnvoll. Vor allem stickstoffreicher Dünger kann neues Wachstum fördern und genau das ist vor dem Winter nicht unbedingt erwünscht. Junge, weiche Triebe können empfindlicher gegenüber späterem Frost sein.

Eine Ausnahme bildet beispielsweise der Herbstrasendünger, der gezielt für die Herbstversorgung entwickelt wurde und vergleichsweise viel Kalium enthält. Dieser wird typischerweise im September oder Oktober eingesetzt.

Den Garten noch nicht komplett "aufräumen"

Auch wenn ein sauber zurückgeschnittenes Beet ordentlich aussieht: Nicht alles muss weg. Laub kann zwischen Stauden, Gräsern und Sträuchern sogar nützlich sein. Es schützt den Boden und kann sich mit der Zeit zu Humus entwickeln. Nur auf dem Rasen, auf Wegen oder im Gartenteich sollte Herbstlaub regelmäßig entfernt werden.

Und: Einen Laub- oder Reisighaufen sollte man nicht einfach wieder umsetzen, wenn sich dort bereits Tiere eingerichtet haben. Gerade im Herbst suchen beispielsweise Igel geeignete Winterquartiere.

Die wichtigste Regel bei diesem warmen Oktober

Nicht nach dem Kalender gärtnern, sondern nach dem Wetter und der Pflanze. Bei mehr als 20 Grad läuft in vielen Gärten die Vegetation noch weiter. Deshalb muss jetzt nicht alles aussehen wie im Winterschlaf. Mit dem großen Rückschnitt und dem kompletten Gartenputz darf man ruhig noch ein bisschen warten.