Geld im Auto
Überfall in Tschechien: Wienerinnen mit Teenie-Räubern gefasst
Nach einem Raubüberfall auf ein Geschäft in Tschechien ist das Fluchtfahrzeug bei Großkrut (Bezirk Mistelbach) gestoppt worden. Im Wagen wurden Sturmmasken, eine Schreckschusspistole und erbeutetes Bargeld entdeckt.
Zwei 20-jährige Insassinnen waren nach Polizeiangaben von Dienstag teilweise geständig, als Lenkerin bzw. Aufpasserin fungiert zu haben. Sie werden angezeigt. Zwei weitere Insassen im Alter von 13 und 14 Jahren sind nach tschechischem Recht nicht strafmündig.
Zwei Maskierte hatten vergangenen Freitagabend ein Geschäft in Breclav überfallen. Das Polizeikooperationszentrum Drasenhofen wurde informiert, dass die Verdächtigen in einem weißen Pkw mit Wiener Kennzeichen geflüchtet waren. Im Zuge einer Fahndung wurde der gesuchte Wagen auf der B47 entdeckt und im Bereich der Auffahrt Großkrut auf die Nord/Weinviertel Autobahn (A5) angehalten.
Im Auto saßen vier in Wien wohnhafte österreichische Staatsbürger - eine 20-jährige Lenkerin, eine gleichaltrige Beifahrerin sowie ein 13- und ein 14-Jähriger auf der Rückbank.
Anzeige an die Staatsanwaltschaft
Sichergestellt wurden mehrere Sturmmasken, eine Schreckschusspistole sowie Bargeld in Kronen und Euro in vierstelliger Höhe. Die Summe deckte sich mit der Beute aus dem Raubüberfall, teilte die Polizei in einer Aussendung mit.
Das Landeskriminalamt Niederösterreich (Bereich Raub) übernahm die Ermittlungen. Für den 13- und den 14-Jährigen gibt es keine juristischen Konsequenzen, weil die Altersgrenze für Strafmündigkeit in Tschechien bei 15 Jahren liegt. Die beiden 20-Jährigen werden nach Abschluss der Erhebungen der Staatsanwaltschaft Wien angezeigt.