Dabei könnte die Sonne nicht nur die inneren Planeten bedrohen, wenn sie in einigen Milliarden Jahren zum Roten Riesen anschwillt, große Teile ihrer Hülle abstößt und schließlich als Weißer Zwerg zurückbleibt. Beobachtungen junger Weißer Zwerge zeigen nämlich, dass sterbende Sterne durch ungleichmäßige Materialausstöße Rückstöße erhalten. Diese könnten die Sonne kurz beschleunigen und die Bahnen der äußeren Planeten verschieben.
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Simulationen aus Pasadena
Wie es bei scinexx heißt, umfasste die Untersuchung aus Pasadena 672 Simulationen. In 37 von 48 Durchälufen beziehungsweise Durchläufen kreuzten sich die Bahnen der äußeren Planeten bereits vor der Entstehung des Weißen Zwergs. Rund 40 Prozent der Simulationen zeigten heftige Bahnstreuungen. In einzelnen Fällen wurde Saturn aus dem System geschleudert oder Uranus und Neptun vertauschten ihre Reihenfolge.
Instabile Modellverläufe
Drei Milliarden Jahre nach der Entstehung des Weißen Zwergs waren etwa 90 Prozent aller Modellverläufe instabil geworden. Die Ergebnisse hängen jedoch stark davon ab, wie viel Masse die sterbende Sonne jeweils in einem einzelnen Schub abgibt. Bei sehr kleinen Auswurfmengen blieben mehr als 98 Prozent der Systeme stabil.
Offene Fragen bleiben
Ob unsere Sonne tatsächlich Auswürfe in der angenommenen Größe erzeugen wird, ist noch nicht direkt nachgewiesen. Die Prozentzahlen sind daher bedingte Modellergebnisse und keine gesicherten Eintrittswahrscheinlichkeiten für unser Sonnensystem.