Das Wird teuer!
Urlaubsfalle! Diese Extrakosten können Ihre Reisekasse sprengen
Der Urlaub ist gebucht, die Vorfreude groß und der Koffer fast gepackt. Doch oft sind es nicht die Flüge oder das Hotel, die das Reisebudget sprengen, sondern die vielen kleinen Extrakosten vor Ort. Von teuren Handyrechnungen bis hin zu versteckten Restaurantgebühren: Wer einige typische Kostenfallen kennt, kann sich im Urlaub viel Geld sparen.
1. Roaming außerhalb der EU
Wer im Urlaub sorglos Videos streamt oder Google Maps nutzt, kann nach der Reise eine böse Überraschung erleben. Innerhalb der EU gelten zwar weitgehend dieselben Mobilfunktarife wie zu Hause. Außerhalb der Europäischen Union sieht das allerdings anders aus. Vor allem in Ländern wie der Türkei, den USA, Nordafrika, Südamerika oder Südostasien können mobile Daten schnell hohe Roaming-Kosten verursachen. Deshalb lohnt es sich, vor der Reise die Tarife des Mobilfunkanbieters zu prüfen oder eine lokale SIM-Karte beziehungsweise eSIM in Betracht zu ziehen.
2. Geld abheben im Ausland
Auch der Bankomat kann zur Kostenfalle werden. In Ländern ohne Euro verrechnen viele Banken Gebühren für jede einzelne Bargeldbehebung. Zusätzlich können Kreditkartenanbieter Bearbeitungsgebühren und Kosten für die Währungsumrechnung verlangen. Wer ständig kleine Beträge abhebt, zahlt deshalb oft deutlich mehr Gebühren als nötig. Besser ist es, größere Summen auf einmal zu beheben oder sich vor der Reise über die Konditionen der eigenen Bank zu informieren.
3. Strandliegen und Sonnenschirme
Der Strand wirkt kostenlos, die Liege oft nicht. Vor allem an beliebten Urlaubsorten werden Sonnenliegen und Sonnenschirme häufig separat verrechnet. Teilweise erfolgt die Abrechnung sogar stundenweise. Informieren Sie sich daher vorab über die Preise oder weichen Sie auf öffentliche Strandabschnitte aus, an denen Sie Ihr eigenes Handtuch ausbreiten können.
4. Mautgebühren nicht vergessen
Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, denkt oft zuerst an die Spritkosten. Dabei kommen in vielen Ländern zusätzlich Mautgebühren für Autobahnen, Tunnel oder Brücken hinzu. Je nach Reiseziel können dafür Vignetten oder digitale Mautsysteme notwendig sein. Ein kurzer Blick auf die jeweiligen Bestimmungen vor Reiseantritt kann teure Überraschungen vermeiden.
5. Vorsicht bei Tickets und Geldwechsel
Gerade an beliebten Sehenswürdigkeiten versuchen unseriöse Anbieter immer wieder, Tourist überteuerte oder sogar gefälschte Eintrittskarten zu verkaufen. Auch Wechselstuben werben häufig mit attraktiven Kursen, verlangen dann aber hohe Gebühren oder ungünstige Wechselkurse. Deshalb gilt: Tickets möglichst nur über offizielle Verkaufsstellen kaufen und Geld nur bei seriösen Banken oder Wechselstuben tauschen.
6. Restaurantbesuch: Nicht nur auf die Speisekarte schauen
Ein Restaurant direkt am Strand oder mitten auf dem Hauptplatz klingt verlockend, kann aber teuer werden. Manche Lokale werben mit Menüs, ohne konkrete Preise auszuweisen. Hinzu kommen teilweise zusätzliche Kosten für Brot, Gedeck, Leitungswasser oder Servicegebühren. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte vor der Bestellung einen Blick auf die vollständige Speisekarte werfen und bei Gerichten nach Gewicht, etwa Fisch oder Meeresfrüchten, nach dem Endpreis fragen. Grundsätzlich gilt oft: Je besser die Lage, desto höher die Rechnung.
Viele dieser Ausgaben wirken für sich genommen harmlos. In Summe können sie das Urlaubsbudget jedoch deutlich belasten. Wer sich vor der Reise kurz informiert und vor Ort aufmerksam bleibt, spart oft mehrere hundert Euro und kann den Urlaub deutlich entspannter genießen.